Darum gehts
- Breezy Johnson gewinnt Olympia-Abfahrt in Cortina, holt ihre erste Goldmedaille
- Medaille fällt nach Zeremonie ab, Einzelteile bei Pressekonferenz gezeigt
- Vorsprung von Johnson: Nur vier Hundertstelsekunden vor Emma Aicher aus Deutschland
Breezy Johnson (30) gewinnt am Sonntag die Olympia-Abfahrt in Cortina mit einem hauchdünnen Vorsprung von vier Hundertstelsekunden vor der Deutschen Emma Aicher (22). Für die Amerikanerin ist es bei ihren zweiten Olympischen Spielen die erste olympische Medaille ihrer Karriere – und dann sogleich Gold. Zuvor holte sich Johnson bei der WM in Saalbach je goldenes Edelmetall in der Abfahrt und Team-Kombi. Im Weltcup konnte sie derweil bisher noch keinen Abfahrtssieg einfahren.
Der Triumph muss natürlich gebührend gefeiert werden. Und dabei kommt es zum Missgeschick. In einem Interview wird die frischgebackene Olympiasiegerin gebeten, ihre Medaille in die Kamera zu zeigen. Statt sich an den Hals zu greifen, wo das Medaillenband hängt, greift die Speed-Spezialistin in ihre Jackentasche und holt das Goldstück heraus.
Sie sei nach der Zeremonie aus Freude herumgehüpft. «Und dann ist sie einfach abgefallen», berichtet Johnson schmunzelnd von der Medaillen-Panne. An einer Pressekonferenz nach dem Rennen präsentiert sie anschliessend die Einzelteile – die Goldmedaille, das Medaillenband und den herausgerissenen Stift, der Medaille und Band verbinden sollte. Johnsons selbstironisches Fazit zum sorgsamen Umgang mit dem Edelmetall: «Nicht damit herumspringen.»
Medaillen-Fauxpas zuvor schon bei Schwedin
Johnson ist nicht die Erste, die für einen Fauxpas sorgt. Bereits am Samstag kommt es bei Langläuferin Ebba Andersson (28) zum Malheur. Die Schwedin hatte soeben Silber im Skiathlon gewonnen, nur acht Minuten nach der Siegerehrung reisst bei der Zweitplatzierten wie bei Johnson die Medaille vom Band.
Wie sie später erklärt, wollte Andersson nach der Zeremonie und den obligatorischen Fotos gemeinsam mit Olympiasiegerin Frida Karlsson zu ihren Familien auf der Tribüne laufen. Beim Sprinten sei ihre Silbermedaille in zwei Teilen auf dem Boden gelandet. Auch sie zieht den Schluss: «Ich weiss nicht, ob die Medaille dafür gemacht ist, um sie sich um den Hals zu hängen und damit herumzurennen», so die 28-Jährige. Weitere Olympia-Medaillengewinner dürften also gewarnt sein.
