Blick macht dich fit für den Olympia-Marathon
Wie geht eigentlich Skibergsteigen und was heisst Double Cork?

Olympia wirft Fragen auf: Was ist ein Double Cork, wie funktioniert ein Skiathlon, oder wer läuft die Strafrunde im Biathlon? Blick erklärt die wichtigsten Begriffe, damit du beim TV-Marathon durchblickst.
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Rauf, runter, Ski tragen: Im Sprint entscheidet im Skibergsteigen jede Sekunde.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Olympia-Fachbegriffe wie «Shot» und «Double Cork» werden erklärt
  • Curling erfordert Präzision: «Shot»-Stein liegt nah am Zentrum
  • Biathlon-Strafrunde kostet 20 bis 25 Sekunden pro verfehlter Scheibe
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Joël HahnRedaktor Sport

Beim Olympia-TV-Marathon purzeln die Fachbegriffe nur so durch die Kommentare. Ob Curling, Skispringen, Biathlon oder Snowboard – wer mitreden will, muss wissen, was hinter den Begriffen steckt. Von «Shot» im Curling bis zum «Double Cork» im Freestyle: Blick zeigt dir, was du wissen musst, damit du bei der diesjährigen Olympia-Session ganz vorne mitspielst.

Der Stein ist Shot: Was heisst das im Curling?

Im Curling bezeichnet der Begriff «Shot» nicht den Stoss selbst, sondern die Position: Der Stein, der dem Zentrum (dem «Tee») am nächsten liegt, ist der «Shot-Stein». Also der oder die Steine, die punkteberechtigt sind. Ziel ist es, am Ende eines Durchgangs den eigenen Stein in dieser Bestposition zu platzieren oder gegnerische Steine wegzuspielen. Da nur das Team punktet, dessen Steine näher am Zentrum liegen als der beste Stein des Gegners, ist Taktik hier wichtiger als Kraft.

Was ist der Unterschied zwischen Paarlauf und Eistanz im Eiskunstlauf?

Paarlauf ist die akrobatische Variante: Hier gehören spektakuläre Wurfsprünge und Hebefiguren über den Kopf des Partners zum Standard. Eistanz hingegen ist «Tanzen auf dem Eis», der Fokus liegt auf komplexen Schrittfolgen und Rhythmusgefühl. Grosse Sprünge sind hier sogar verboten. Während Paarläufer mit Athletik glänzen, bestechen Eistänzer durch Eleganz und musikalischen Ausdruck.

Was heisst Double Cork im Ski Freestyle und Snowboard?

Ein Double Cork ist einer der schwierigsten Sprünge im Ski Freestyle und Snowboard. Dabei dreht sich der Athlet zweimal über Kopf (zwei Salti) und kombiniert dies gleichzeitig mit mehreren seitlichen Schrauben. Die Schwierigkeit liegt darin, die Orientierung in der Luft zu behalten. Für die Bestnote muss nicht nur die Höhe stimmen, sondern vor allem eine saubere Landung ohne Bodenberührung mit den Händen her.

Alle Schweizer Athletinnen und Athleten an Olympia im Überblick

Biathlon (10 Männer / 5 Frauen)

Männer: Joscha Burkhalter, Jeremy Finello, Niklas Hartweg, James Pacal, Sebastian Stalder
Frauen: Amy Baserga, Aita Gasparin, Lena Häcki-Gross, Lea Meier, Lydia Mettler

Bob (19 Athleten / Piloten / Ersatz)

Cédric Follador (Pilot), Timo Rohner (Pilot), Michael Vogt (Pilot), Mario Aeberhard, Tim Annen, Cyril Bieri, Andreas Haas, Mathieu Hersperger, Pascal Moser, Amadou Ndiaye, Luca Rolli, Omar Vögele
Ersatz: Dominik Hufschmid, Livio Matossi
Frauen/Staffel: Debora Annen (Pilotin), Melanie Hasler (Pilotin), Salomé Kora, Nadja Pasternack, Muswama Kambundji (Ersatz)

Curling (11)

Männer-Team: Skip Yannick Schwaller, Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel, Benoît Schwarz, Ersatz: Kim Schwaller

Frauen-Team: Skip Silvana Tirinzoni, Selina Witschonke, Carole Howald, Alina Pätz, Ersatz: Stefanie Berset
Mixed-Team: Yannick Schwaller, Briar Schwaller-Hürlimann

Eishockey (48)

Nationalteam Männer:

Tor: Reto Berra, Leonardo Genoni, Akira Schmid
Verteidigung: Tim Berni, Michael Fora, Andrea Glauser, Roman Josi, Dean Kukan, Christian Marti, Janis Moser, Jonas Siegenthaler
Sturm: Sven Andrighetto, Christoph Bertschy, Kevin Fiala, Nico Hischier, Ken Jäger, Simon Knak, Philipp Kurashev, Denis Malgin, Timo Meier, Nino Niederreiter, Damien Riat, Sandro Schmid, Pius Suter, Calvin Thürkauf

Nationalteam Frauen:

Tor: Andrea Brändli, Saskia Maurer, Monja Wagner
Verteidigung: Alessia Baechler, Annic Büchi, Lara Christen, Laure Mériguet, Shannon Sigrist, Nicole Vallario, Stefanie Wetli
Sturm: Leoni Balzer, Rahel Enzler, Naemi Herzig, Sinja Leemann, Lena-Marie Lutz, Alina Marti, Alina Müller, Kaleigh Quennec, Lisa Rüedi, Vanessa Schaefer, Lara Stalder, Ivana Wey, Laura Zimmermann

Eiskunstlauf (3)

Lukas Britschgi, Livia Kaiser, Kimmy Repond

Eisschnelllauf (3)

Livio Wenger, Ramona Härdi, Kaitlyn McGregor

Langlauf (12)

Beda Klee, Valerio Grond, Noe Näff, Janik Riebli, Nicola Wigger
Fabienne Alder, Nadine Fähndrich, Lea Fischer, Marina Kälin, Nadja Kälin, Alina Meier, Anja Weber

Rodeln (1)

Natalie Maag

Skeleton (1)

Vinzenz Buff

Ski Alpin (22)

Luca Aerni, Niels Hintermann, Matthias Iten, Loïc Meillard, Alexis Monney, Tanguy Nef, Marco Odermatt, Stefan Rogentin, Thomas Tumler, Franjo von Allmen, Daniel Yule
Malorie Blanc, Eliane Christen, Delia Durrer, Jasmine Flury, Wendy Holdener, Vanessa Kasper, Mélanie Meillard, Sue Piller, Camille Rast, Janine Schmitt, Corinne Suter

Ski Freestyle (20)

Aerials: Noé Roth, Pirmin Werner, Lina Kozomara
Skicross: Tobias Baur, Romain Détraz, Alex Fiva, Ryan Regez, Sixtine Cousin, Talina Gantenbein, Saskja Lack, Fanny Smith
Slopestyle/Big Air: Fabian Bösch, Kim Gubser, Andri Ragettli, Nils Rhyner, Mathilde Gremaud, Sarah Höfflin, Giulia Tanno, Anouk Andraska
Halfpipe: Robin Briguet, David Hablützel, Jan Scherrer, Mischa Zürcher, Isabelle Lötscher

Ski Mountaineering (4)

Jon Kistler, Arno Lietha, Marianne Fatton, Caroline Ulrich

Skispringen (4)

Gregor Deschwanden, Sandro Hauswirth, Felix Trunz, Sina Arnet

Snowboard (17)

Alpin: Gian Casanova, Dario Caviezel, Flurina Bätschi, Ladina Caviezel, Julie Hänggi-Zogg, Xenia von Siebenthal
Slopestyle/Big Air: Jonas Hasler, Ariane Burri
Halfpipe: Robin Briguet, David Hablützel, Jan Scherrer, Mischa Zürcher, Isabelle Lötscher
Snowboardcross: Kalle Koblet, Aline Albrecht, Anouk Dörig, Sina Siegenthaler, Noémi Wiedmer

Biathlon (10 Männer / 5 Frauen)

Männer: Joscha Burkhalter, Jeremy Finello, Niklas Hartweg, James Pacal, Sebastian Stalder
Frauen: Amy Baserga, Aita Gasparin, Lena Häcki-Gross, Lea Meier, Lydia Mettler

Bob (19 Athleten / Piloten / Ersatz)

Cédric Follador (Pilot), Timo Rohner (Pilot), Michael Vogt (Pilot), Mario Aeberhard, Tim Annen, Cyril Bieri, Andreas Haas, Mathieu Hersperger, Pascal Moser, Amadou Ndiaye, Luca Rolli, Omar Vögele
Ersatz: Dominik Hufschmid, Livio Matossi
Frauen/Staffel: Debora Annen (Pilotin), Melanie Hasler (Pilotin), Salomé Kora, Nadja Pasternack, Muswama Kambundji (Ersatz)

Curling (11)

Männer-Team: Skip Yannick Schwaller, Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel, Benoît Schwarz, Ersatz: Kim Schwaller

Frauen-Team: Skip Silvana Tirinzoni, Selina Witschonke, Carole Howald, Alina Pätz, Ersatz: Stefanie Berset
Mixed-Team: Yannick Schwaller, Briar Schwaller-Hürlimann

Eishockey (48)

Nationalteam Männer:

Tor: Reto Berra, Leonardo Genoni, Akira Schmid
Verteidigung: Tim Berni, Michael Fora, Andrea Glauser, Roman Josi, Dean Kukan, Christian Marti, Janis Moser, Jonas Siegenthaler
Sturm: Sven Andrighetto, Christoph Bertschy, Kevin Fiala, Nico Hischier, Ken Jäger, Simon Knak, Philipp Kurashev, Denis Malgin, Timo Meier, Nino Niederreiter, Damien Riat, Sandro Schmid, Pius Suter, Calvin Thürkauf

Nationalteam Frauen:

Tor: Andrea Brändli, Saskia Maurer, Monja Wagner
Verteidigung: Alessia Baechler, Annic Büchi, Lara Christen, Laure Mériguet, Shannon Sigrist, Nicole Vallario, Stefanie Wetli
Sturm: Leoni Balzer, Rahel Enzler, Naemi Herzig, Sinja Leemann, Lena-Marie Lutz, Alina Marti, Alina Müller, Kaleigh Quennec, Lisa Rüedi, Vanessa Schaefer, Lara Stalder, Ivana Wey, Laura Zimmermann

Eiskunstlauf (3)

Lukas Britschgi, Livia Kaiser, Kimmy Repond

Eisschnelllauf (3)

Livio Wenger, Ramona Härdi, Kaitlyn McGregor

Langlauf (12)

Beda Klee, Valerio Grond, Noe Näff, Janik Riebli, Nicola Wigger
Fabienne Alder, Nadine Fähndrich, Lea Fischer, Marina Kälin, Nadja Kälin, Alina Meier, Anja Weber

Rodeln (1)

Natalie Maag

Skeleton (1)

Vinzenz Buff

Ski Alpin (22)

Luca Aerni, Niels Hintermann, Matthias Iten, Loïc Meillard, Alexis Monney, Tanguy Nef, Marco Odermatt, Stefan Rogentin, Thomas Tumler, Franjo von Allmen, Daniel Yule
Malorie Blanc, Eliane Christen, Delia Durrer, Jasmine Flury, Wendy Holdener, Vanessa Kasper, Mélanie Meillard, Sue Piller, Camille Rast, Janine Schmitt, Corinne Suter

Ski Freestyle (20)

Aerials: Noé Roth, Pirmin Werner, Lina Kozomara
Skicross: Tobias Baur, Romain Détraz, Alex Fiva, Ryan Regez, Sixtine Cousin, Talina Gantenbein, Saskja Lack, Fanny Smith
Slopestyle/Big Air: Fabian Bösch, Kim Gubser, Andri Ragettli, Nils Rhyner, Mathilde Gremaud, Sarah Höfflin, Giulia Tanno, Anouk Andraska
Halfpipe: Robin Briguet, David Hablützel, Jan Scherrer, Mischa Zürcher, Isabelle Lötscher

Ski Mountaineering (4)

Jon Kistler, Arno Lietha, Marianne Fatton, Caroline Ulrich

Skispringen (4)

Gregor Deschwanden, Sandro Hauswirth, Felix Trunz, Sina Arnet

Snowboard (17)

Alpin: Gian Casanova, Dario Caviezel, Flurina Bätschi, Ladina Caviezel, Julie Hänggi-Zogg, Xenia von Siebenthal
Slopestyle/Big Air: Jonas Hasler, Ariane Burri
Halfpipe: Robin Briguet, David Hablützel, Jan Scherrer, Mischa Zürcher, Isabelle Lötscher
Snowboardcross: Kalle Koblet, Aline Albrecht, Anouk Dörig, Sina Siegenthaler, Noémi Wiedmer

Wie funktioniert eigentlich der Sprint im Skibergsteigen?

Der Sprint im Skibergsteigen ist ein extrem intensives Rennen, das den Athleten in nur rund drei Minuten alles abverlangt. Es ist ein Mix aus Ausdauer und Geschicklichkeit: Zuerst stürmen die Läufer mit Fellen unter den Ski den Hang hoch, müssen dann in einer Wechselzone die Ski auf den Rucksack schnallen und zu Fuss weiterklettern. Danach geht es wieder zurück auf die Ski zum nächsten Anstieg, bevor oben in einer weiteren Zone die Felle entfernt werden. Erst dann folgt die rasante Abfahrt ins Ziel, die oft über Sieg oder Niederlage entscheidet. Besonders die fehlerfreien Wechsel zwischen Aufstieg, Tragepassage und Abfahrt sind das Zünglein an der Waage.

Wie viel Zeit verliert man im Biathlon auf der Strafrunde?

Im Biathlon kann ein einziger Millimeter über den gesamten Rennverlauf entscheiden. Wer am Schiessstand eine der fünf Scheiben verfehlt, muss pro Fehler eine 150 Meter lange Strafrunde absolvieren. Das kostet im Schnitt 20 bis 25 Sekunden, eine Ewigkeit im Spitzensport. Während manche Läufer versuchen, Fehler durch ein extrem hohes Lauftempo wettzumachen, setzen die Routiniers auf maximale Konzentration beim Schuss, da jeder zusätzliche Meter die Beine für den Schlussspurt schwerer macht.

Was ist ein Skiathlon?

Der Skiathlon ist die vielseitigste Disziplin im Langlauf, da er zwei Welten vereint. Die erste Hälfte des Rennens wird in der klassischen Technik in der vorgegebenen Spur gelaufen. Zur Halbzeit stürmen alle Athleten gleichzeitig in die Wechselzone, wo sie wie bei einem Formel-1-Boxenstopp blitzschnell ihre Ski und Stöcke tauschen. Die zweite Hälfte wird im Skating-Stil absolviert. Wer hier gewinnen will, muss beide Techniken perfekt beherrschen und den Rhythmuswechsel muskulär verkraften.

Wie funktioniert eigentlich eine Rodel-Staffel?

In der Rodel-Staffel verschmelzen Einzelathleten zu einer Einheit aus Frauen, Männern und Doppelsitzern. Die Besonderheit liegt im fliegenden Wechsel: Sobald ein Schlitten im Ziel ankommt, muss der Fahrer ein über der Bahn hängendes Reaktionsboard mit der Hand berühren. Erst dieser Kontakt löst oben am Start das grüne Licht und den Öffnungsmechanismus für den nächsten Teamkollegen aus. Ein verpasstes Board oder eine Zehntelsekunde Verzögerung beim Start kostet das gesamte Team womöglich die Medaillenchance.

Wie werden Skispringer benotet?

Beim Skispringen gewinnt nicht automatisch, wer am weitesten fliegt. Die Gesamtwertung setzt sich aus der Weitennote und den Haltungsnoten zusammen. Fünf Punktrichter bewerten den Flug, die Körperhaltung und vor allem die Landung im Telemark-Stil. Um subjektive Fehlurteile zu vermeiden, werden die höchste und die niedrigste Wertung gestrichen, nur die mittleren drei fliessen in das Ergebnis ein. So zählen Technik, Ästhetik und Mut zu gleichen Teilen.

Wie kommt die Startreihenfolge im Ski alpin zustande?

In Technikrennen wie dem Slalom ist der Formstand entscheidend. Die besten 15 der Weltrangliste bilden die Elitegruppe und losen die vordersten Startplätze unter sich aus. In diesen exklusiven Kreis gelangt nur, wer über die Saison konstant Weltcup-Punkte sammelt. Der Vorteil: Die ersten Fahrer geniessen eine glatte, schnelle Piste, während die Unterlage mit jedem weiteren Läufer durch Furchen schlechter wird. Im zweiten Lauf starten die Top 30 dann in umgekehrter Reihenfolge: Der Führende geht als Letzter auf die nun stark beanspruchte Piste, Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde ist so garantiert.

Teamsprint im Langlauf – wie wird der Sieger ermittelt?

Im Teamsprint treten Zweiergespanne an, deren Mitglieder sich nach jeder Runde auf der Strecke abwechseln. Hier geht es nicht nur um reine Ausdauer, sondern vor allem um taktische Cleverness. Die gegenerischen Läufer belauern sich oft rundenlang im Windschatten, bevor ein explosiver Angriff gestartet wird. Die Übergabe erfolgt durch eine einfache Körperberührung im Wechselbereich, wer hier das Timing verpasst oder zu früh losstürmt, riskiert eine empfindliche Zeitstrafe für das Team.

Gelbe Karte im Shorttrack – was passiert da genau?

Shorttrack ist die wohl rasanteste und unberechenbarste Eisdisziplin. Auf der engen 111-Meter-Rundbahn kämpfen die Athleten oft mit Körperkontakt um die Ideallinie. Anders als im Biathlon gibt es hier jedoch keine Strafrunden. Wer einen Gegner behindert, schubst oder die Bahn unfair schneidet, wird von den Schiedsrichtern konsequent mit einem «Penalty» belegt und vom betreffenden Lauf disqualifiziert. Eine Gelbe Karte bedeutet die Streichung aller bis dahin erzielten Ergebnisse. Und eine Rote Karte heisst: Olympia ist vorbei. Oft steht das endgültige Podium erst fest, wenn die Videorichter jede Berührung in der Zeitlupe analysiert haben.


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