Darum gehts
- IOC beschliesst Teilnahme an Frauen-Wettkämpfen nur für biologische Frauen
- Teilnehmerinnen müssen SRY-Gen-Screening für Teilnahme an Olympischen Spielen bestehen
- Regelung gilt ab 2028, in Anlehnung an Trumps Dekret
Wie geht man mit transgender Personen im Sport um? Diese Frage hält die Sportwelt spätestens seit des umstrittenen Olympia-Sieges der algerischen Boxerin Imane Khelif (26) in Paris 2024 auf Trab. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am Donnerstag nun neue Richtlinien herausgegeben. Diese legt fest, dass die Teilnahme an Frauen-Wettkämpfen bei Olympischen Spielen und anderen IOC-Veranstaltungen auf biologische Frauen beschränkt ist.
Um dies festzustellen, müssen sich weibliche Olympia-Teilnehmerinnen einmalig einem sogenannten SRY-Gen-Screening unterziehen. Mit diesem Test soll sichergestellt werden, dass nur Athletinnen, die die biologischen Kriterien erfüllen, in weiblichen Kategorien antreten dürfen.
IOC-Präsidentin Kirsty Coventry (42) betont in einer Videobotschaft, dass die wissenschaftliche Lage klar sei. Demnach verschafften männliche Chromosomen in Disziplinen, die Kraft oder Ausdauer erfordern, einen Vorteil. Deshalb sei es ihrer Ansicht nach unfair, wenn biologische Männer in Wettbewerben für Frauen antreten.
Der Entscheid wurde mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles getroffen. Damit schliesst sich das IOC dem präsidialen Dekret von US-Präsident Donald Trump (79) zum Frauensport an.