Zwei Wochen Emotionen pur in Paris! Für die Schweizer Delegation ist es von Anfang bis Ende der Sommerspiele in Paris ein grosses Wechselbad der Gefühle – mit acht Medaillen und 32 Diplomen in 17 verschiedenen Sportarten. Edelmetall-Partys folgen auf undankbare vierte Ränge, und umgekehrt. Ganze neun vierte Plätze gibts aus Schweizer Sicht. Zählt man noch 5000-m-Läufer Dominic Lobalu (25) dazu, der fürs Flüchtlingsteam startete, weil er nicht für die Schweiz antreten durfte, ergibt dies gar ein unglückliches, eidgenössisches Leder-Stängeli.
Ralph Stöckli (48), Schweizer Chef de Mission, spricht in seiner Abschlussbilanz von einer «soliden» Leistung seiner 128-köpfigen Delegation: «Natürlich gibt es einige Athleten, die auf sportlicher Ebene enttäuscht sind – ich sage es immer wieder: Es gehen mehr Verlierer als Gewinner nach Hause. Doch insgesamt dürfen wir stolz sein.»
Gerade mit Blick auf die nächsten Sommerspiele in Los Angeles 2028 würden die vielen Diplome und vierten Ränge Mut machen: «Ich bin überzeugt, dass die Athletinnen und Athleten Motivation aus Paris herausziehen werden.» In Zusammenarbeit mit den Schweizer Hochschulen und der Wirtschaft sollen in den nächsten vier Jahren «noch bessere Rahmenbedingungen für den Sport» geschaffen werden.
Die Erwartungen haben die Schweizer Stars in Paris – mit den sieben Medaillen von Rio de Janeiro aus dem Jahr 2016 als Vorbild – erfüllt, ja sogar leicht übertroffen. Silber-Triathletin Julie Derron (27) und Bronze-Schwimmer Roman Mityukov (24) werden hierfür speziell belohnt: Sie sorgen als Fahnenträger bei der Schlussfeier im Stade de France für ein würdiges Finale.
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