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Zuerst Rettung, dann Lob:Dieser Ballwechsel beschert der Schweiz die Bronzemedaille

Sensationelles Spiel
Achte Medaille dank Beach-Duo Hüberli/Brunner!

Die achte Schweizer Medaille an Olympia 2024 ist Tatsache. Nina Brunner und Tanja Hüberli servieren die Australierinnen brutal ab und sichern sich die Bronzemedaille!
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Geschafft! Nina Brunner (rechts) und Tanja Hüberli gewinnen in Paris Bronze im Beachvolleyball.
Foto: Benjamin Soland
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Mathias GermannReporter Sport

Was für ein Spiel, was für eine Erlösung! 10 Tage lang rennen, sprinten, blocken und smashen Tanja Hüberli (31) und Nina Brunner (28), was das Zeug hält. Und siehe da: Nach 7 Spielen, 6 Siegen, einer Niederlage, 13:2 Sätzen und 502 gespielten Punkten haben sie das, wovon sie geträumt haben: Eine Medaille. Das Schweizer Super-Duo schlägt die Australierinnen Mariafe Artacho del Solar (30) und Taliqua Clancy (32) mit 21:17 und 21:15 und gewinnt Bronze! Hüberli: «Ich bin so stolz. Als ich Nina vor neun Jahren getroffen habe, war sie sich nicht sicher, ob das Leben auf der Tour etwas für sie sein würde. Wir haben es versucht. Und nun stehen wir da mit Olympia-Bronze. Es ist verrückt.»

Die Medaille ist historisch. Nur zweimal zuvor gab es im Beachvolleyball helvetisches Edelmetall: 2004 in Athen durch Patrick Heuscher und Stefan Kobel sowie 2021 in Tokio dank Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépre. Sie holten auch Bronze – so wie jetzt Hüberli/Brunner.

Wie war das möglich. Gehen wir der Reihe nach. Nach vielen Tagen regnet es kurz vor dem Spiel am Fuss des Eiffelturms wieder einmal. Es ist 19:45 Uhr, über eine Stunde dauert es noch bis zum Anfang des Spiels. «I love Paris», haben Helfer in den Sand gezeichnet. Aber wird die Metropole für Hüberli/Brunner zur grossen Liebe?

Hockey-Profi Brunner jubeln mit

Um 20:46 Uhr betreten die Teams das Feld. Knapp 13'000 Zuschauer sind da. Der Regen hat längst aufgehört, die Sonne senkt sich am Horizont – es ist, als würde sie die Bühne den Beach-Künstlerinnen überlassen. Hüberli/Brunner bereiten sich vor und singen den Schweizer Psalm. Dann gehts los. Wie?

Denkbar schlecht. Den allerersten Service kann Hüberli nicht kontrollieren. Egal. Das Spiel geht hin und her. Dann ein Block von Hüberli, es ist der 21. im Turnier – stark. Brunner doppelt mit einem blitzsauberen Servicepunkt nach. Auf der Tribüne jubelt Hockey-Profi und Ehemann Damien Brunner ausgelassen. Hüberli/Brunner tüten den ersten Satz ein.

Sie rennen die Tribüne hoch

Nach dem Seitenwechsel beginnt der Eiffelturm zu funkeln – ein passendes Bild. Es läuft den Schweizerinnnen wie geschmiert. Die in Peru aufgewachsene Mariafe verzweifelt. Ihre Partnerin Clancy, die Aborigine-Wurzeln hat, weiss auch nicht weiter. Hüberli/Brunner sind schlicht zu gut. Brunner: «Die Schweiz hat in Paris so viele vierte Plätze geholt. Ich wollte diese Medaille darum unbedingt, auch für unser Land. Dieses Bronze ist der grösste Erfolg in unserem Leben.»

Der zweite Satz ist eine Demonstration, nach 39 Minuten ist die Hüberli/Brunner-Show fertig. Oder? Sie umarmen sich und rennen die Tribüne hoch, um ihre Liebsten und Coach Christoph Dieckmann zu umarmen – Letzterer verlässt die Schweiz in Richtung Deutschland.

Was bleibt, ist die pure, ungefilterte Freude. Hüberli/Brunner können beruhigt sagen: Paris, on t’aime!

Das Spiel zum Nachlesen im Ticker:

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