Darum gehts
- DOSB wählt München für Olympia-Bewerbung, Entscheidung in Baden-Baden getroffen
- München konkurriert mit Städten wie London, Doha und Budapest
- IOC entscheidet 2029 über Austragungsort der Spiele
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat entschieden, wen er ins Rennen um Olympia schicken wird. Deutschland versucht, die Sommerspiele ins eigene Land zu holen – und wie bereits 1972 soll der Austragungsort München heissen. Bei der ausserordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden stimmten die wahlberechtigten Delegierten des DOSB am Samstag für München. Die bayerische Landeshauptstadt setzte sich damit gegen die Region Köln-Rhein-Ruhr durch, so die BILD.
Vor vier Jahren, als der Bewerbungsprozess startete, gab es noch vier Kandidaten. Hamburg scheiterte, weil eine Bürgerbefragung negativ ausfiel. Berlin zog sich nach dem Wahlsieg der olympiakritischen Linken zurück. So blieben am Ende nur noch Köln-Rhein-Ruhr und München übrig.
Die Konkurrenz ist gross
München wird seine Bewerbung nun offiziell einreichen. Dabei halten sich die Verantwortlichen alle Optionen offen. Die Kandidatur zielt nicht direkt auf ein bestimmtes Jahr ab, sondern kommt flexibel für 2036, 2040 oder 2044 infrage. Im März 2027 trifft das Internationale Olympische Komitee (IOC) eine erste Vorauswahl, Ende 2028 geht es in die heisse Phase. Ab dann sind nur noch wenige Top-Kandidaten im Rennen. Wo die Olympischen Sommerspiele 2036 schliesslich stattfinden, entscheidet das IOC im Sommer 2029. Neben München wollen unter anderem auch London, Doha oder Budapest ins Rennen gehen.
Namhaftes Publikum
In Baden-Baden befinden sich unter den Gästen etliche Stars. Die Zahl der Olympiasiege im Publikum ist zweistellig: Legenden wie Boris Becker (Tennis), Michael Gross (Schwimmen) und Isabell Werth (Dressurreiten) waren bei der Entscheidung live dabei.