In Tokio gabs vor drei Jahren 13 Schweizer Medaillen zu bejubeln, davor waren es 2016 in Rio de Janeiro deren sieben. Diesmal in Paris? Schaut am Ende 14 Mal Edelmetall heraus. Die Blick-Olympia-Crew in der französischen Hauptstadt geht guten Mutes in die Sommerspiele.
Der Bündner hat zu Hause einen kompletten Olympia-Medaillensatz, aber auch mit 38 Jahren noch nicht genug. Die Form stimmt, die Lockerheit ist da. Nur an Tom Pidcock kommt er am 29. Juli nicht vorbei.
Weltmeister wurde der 27-Jährige schon (2023). Reicht es nun Olympiagold? Nicht ganz. Aber der gebürtige Toggenburger darf sich am 29. Juli auch über Silber freuen.
Bei seiner Olympia-Premiere 2021 in Tokio schwamm der 23-jährige Tessiner über 200 Meter Schmetterling sensationell auf den Bronzeplatz. Heute sagt er selbstbewusst und zuversichtlich: «Ich bin besser als damals.» Am 31. Juli kann er es allen zeigen.
Die 27-jährige Zürcherin hat in den letzten Monaten enorme Fortschritte gemacht. Vier Monate weilte sie im Trainingslager in China und hat unter Spirig-Trainer Brett Sutton geackert. Sie ist in der Form ihres Lebens und am 31. Juli zu allem bereit.
Wer Vize-Weltmeister in seiner Disziplin ist, kann sich auch bei Olympia Chancen auf eine Medaille ausrechnen. Roman Mityukov feiert am Dienstag den 24. Geburtstag und womöglich zwei Tage später auch eine Olympiamedaille (1. August).
2021 in Tokio war sie Favoritin und verpasste den Final. Nun begleicht Claessens (23) ihre offene Rechnung. Die Vize-Weltmeisterin wird am 2. August nicht mehr nur sechs Geschwister, sondern auch eine Olympiamedaille haben.
Zuerst Europameister, kurz darauf Weltmeister: Im letzten Jahr zeigten Röösli (30)/Gulich (25), aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Die beiden harmonieren prächtig – am 2. August hängt bei jedem eine Goldmedaille um den Hals.
Nina Christen ist gestärkt aus ihrem mentalen Tief nach Tokio hervorgekommen. Die 30-Jährige macht nun ihren Medaillensatz an Olympia voll. Nach Gold (Kleinkaliber 50 m Dreistellungskampf) und Bronze (10 m Luftgewehr) im Jahr 2021 gibts diesmal am 2. August Silber im Dreistellungskampf.
«Es ist mit Abstand das stärkste Team, in dem ich war», sagt Steve Guerdat (42). Nebst ihm, der die Stute Dynamix de Bélhème sattelt, reiten Martin Fuchs (32, Leone Jei) und Pius Schwizer (61, Vancouver de Lanlore). Sie alle sind ehemalige Weltnummern 1 – und belohnen sich am 2. August mit Silber.
Es sind die sechsten Spiele für Steve Guerdat – und die Chancen auf sein zweites Olympia-Edelmetall stehen ausgezeichnet. 2012 sprang der 42-jährige Jurassier im Einzel bereits zu Gold. In Paris wird er nachlegen, mit Silber am 6. August.
Das isch E-Hammer! In der Sandgrube ist der Appenzeller seit Jahren konstant an der Weltspitze zu finden. Im Weitsprung flog der 24-Jährige dieses Jahr an der EM zwischenzeitlich zur Jahresweltbestleistung und zu EM-Bronze. Am 6. August zeigt er im Final wieder einen Riesensatz. Platz drei!
Eine zweifache Vize-Weltmeisterin, die in der Schweiz kaum einer kennt? Am 6. August ist es damit vorbei – die 28-Jährige hält dem Druck stand und segelt in Marseille auf Rang drei.
Erst EM-Gold in Rom im Juni, dann fliegt sie beim Diamond-League-Meeting in völlig neue Sphären, schafft als erste Schweizerin die Höhe von 4,88 m. Das macht Mut für Paris! Am 7. August reichts der 26-Jährigen für Bronze.
Vieles haben die beiden schon zusammen durchgemacht. Seit acht Jahren sind Hüberli (31) und Brunner (28) ein Team. Sie haben sich die Olympiaqualifikation früh gesichert, konnten in den letzten Monaten ohne den ganz grossen Druck an vielen Details feilen. Am 9. August dürfen sie sich Silber um den Hals hängen.