Abseits der Formel 1
Verstappen mit irrer Aufholjagd – auch ein Schweizer jubelt

Für Max Verstappen verläuft das GTWC-Finale im portugiesischen Portimão alles andere als geradlinig. Der vierfache Formel-1-Weltmeister tritt dort im Mercedes-AMG GT3 an und erlebt ein turbulentes Rennen.
Kommentieren
1/5
Verstappen und sein Team beenden das Rennen in Portimão auf Platz neun.
Foto: IMAGO/Gruppe C Photography
Lynn Piubel, Autorenprofil
Lynn PiubelReporterin Sport

Beim dreistündigen Finale des Endurance Cups der GT World Challenge Europe in Portimão teilen sich Max Verstappen (29), Ben Barnicoat (29) und Chris Lulham (23) den Mercedes-AMG GT3. Ein Fehler bei der Abstimmung kostet das Team im Qualifying Zeit. Im Rennen läuft das Auto deutlich besser.

Barnicoat macht früh Plätze gut. Bei einer kurzen Gelbphase, der sogenannten Full-Course-Yellow, müssen alle Autos auf 80 km/h abbremsen. Nach dem Neustart überholt er einen Aston Martin. Später profitiert er von einem Zwischenfall zwischen einem BMW und einem Ferrari und kommt als Achter an die Box.

Lulham übernimmt und gewinnt durch einen späteren Boxenstopp weitere Plätze. Mit einem starken Manöver aussen herum überholt er in Kurve 7 einen Ford. Er liegt bereits auf Rang sechs, als nach einem Unfall zweier Porsche das Safety Car auf die Strecke kommt. Beim Neustart versucht Lulham, Luca Stolz (31) im Winward-Mercedes zu überholen. Die Autos berühren sich, Stolz dreht sich.

Aufholjagd von Verstappen

Die Rennleitung bestraft das Team mit einer Durchfahrtsstrafe. Lulham absolviert diese noch selbst. Als Verstappen rund 45 Minuten vor Schluss übernimmt, liegt der viermalige Formel-1-Weltmeister auf Rang 24.

In einer weiteren Safety-Car-Phase rückt das Feld zusammen. Verstappen nutzt die Gelegenheit und kämpft sich mit schnellen Runden nach vorne. In einem Manöver überholt er gleich drei Pro-Autos auf einmal. Auch danach findet der Holländer immer wieder einen Weg an seinen Konkurrenten vorbei.

Am Ende fährt er auf Rang neun ins Ziel. In rund 45 Minuten macht er damit 15 Positionen gut. Für den Sieg reicht es nach dem Rückschlag nicht mehr.

Auch die Schweiz jubelt!

Der Aargauer Ricardo Feller (26) fährt beim GTWC-Finale auf das Podest. Gemeinsam mit dem Österreicher Thomas Preining (28) und dem Dänen Bastian Buus (23) sichert er sich im Porsche von Lionspeed GP den starken zweiten Platz. Für Feller geht damit ein äusserst erfolgreiches Jahr in der Serie zu Ende. Denn bereits Anfang Oktober konnte er sich zusammen mit Buus den Titel im Sprint-Cup sichern, zum zweiten Mal nach 2023. Sein grösster Erfolg 2026 bleibt aber der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Spa.

Der Gesamtsieg geht an GetSpeed. Maximilian Götz (40), Ralf Aron (28) und Fabian Schiller (29) gewinnen im Mercedes-AMG GT3. Für GetSpeed ist es der erste Gesamtsieg in der GTWC Europe.

Weiter geht es für die Serie im April 2027 in Le Castellet. Verstappen plant zudem einen Start bei den 24 Stunden von Spa Ende Juni 2027.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen