Starterlaubnis ist da
Töff-Dettwiler gibt ein Jahr nach Horrorsturz sein Comeback

Nach Wiederbelebung, Intensivstation und monatelangem Warten darf Noah Dettwiler wieder Rennen fahren. In Vallelunga erhielt der Nordwestschweizer die ärztliche Freigabe für sein Comeback in der italienischen Meisterschaft.
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Noah Dettwiler kann wieder lachen: Sein ersehntes Comeback ist nun möglich.
Foto: Waldemar Da Rin/freshfocus

Darum gehts

  • Noah Dettwiler gibt in Vallelunga auf Ducati sein Comeback
  • Beim Malaysia-Sturz wurde er reanimiert und lag in Lebensgefahr
  • Nach Freigabe der Rennärzte wurde er im Training Dritter
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

In drei Wochen jährt sich der schreckliche Unfall von Noah Dettwiler (21) beim Grand Prix von Malaysia ein erstes Mal – nun darf der Töff-Rennfahrer aus Hofstetten-Flüh SO sein erstes Rennen seit dem Horrorsturz bestreiten.

Dettwiler fährt am Wochenende in der italienischen Meisterschaft erstmals in der Supersport-Klasse mit. Vor einem Jahr musste er noch auf der Rennstrecke wiederbelebt werden und lag danach tagelang in Lebensgefahr auf der Intensivstation. Nun gibt Dettwiler sein Comeback in Vallelunga (It).

Für den Solothurner mit dem Basler Herzen ist schon seit vielen Monaten klar: Er will zurück auf die Rennstrecke. Der frühere GP-Pilot erholte sich von seinen schweren Verletzungen inklusive Schädelhirntrauma erstaunlich schnell. So schnell, dass er noch im Frühling seinen Neuanfang als Rennfahrer konkret planen konnte. Statt wie vorher in der Moto3-WM fährt Dettwiler nun eine seriennahe Ducati.

Die Rennärzte hatten monatelang Bedenken

Besser gesagt: Wollte Dettwiler fahren. Doch statt dass er seit Saisonbeginn Ende April in der italienischen Meisterschaft mitfährt, musste der Leimentaler eine monatelange Geduldsprobe überstehen, bis er nun wenigstens beim Saisonfinale doch noch dabei sein kann.

Der Grund: Die Rennärzte in Italien gaben gleich mehrfach seinen Start nicht frei. Medizinische Bedenken. Sind seine schweren Kopfverletzungen vom Oktober 2025 überstanden oder sind sie in einem Rennbetrieb noch ein unkalkulierbares Risiko? Dettwiler liess sich diverse Male intensiv durchchecken, der Stapel an eingereichten Dokumenten wurde immer grösser.

Bis nun am Tag des ersten Trainings in Vallelunga fürs letzte Rennen des Jahres doch noch das grüne Licht kam: Die Erlaubnis der Rennärzte liegt vor. Dettwiler, der dieses Jahr auf seiner Maschine schon mehrere private Testfahrten absolviert hatte, darf nun dieses Wochenende erstmals an einem offiziellen Rennen teilnehmen.

«Wir sind sehr glücklich, dass es endlich geklappt hat», sagt Dettwilers Manager Daniele Camuso. Das erste Training bei wenig aussagekräftigen, feuchten Bedingungen beendet der Rückkehrer auf Rang 3. Am Samstag und am Sonntag findet jeweils ein Rennlauf statt. Erstmals nun mit Rückkehrer Dettwiler am Start.

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