Tom Lüthi über Töff-WM-Auftakt
«Rennen auf Stadtkurs? MotoGP wird immer kommerzieller»

Am Sonntag startet in Thailand die neue MotoGP-Saison. Tom Lüthi geht ins zweite Jahr als Fahrer-Coach in der Moto2 und beantwortet fünf heisse Fragen vor dem GP-Auftakt.
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Weltmeister Marc Marquez auf seiner Ducati: Dieses Paket wird 2026 nicht zu schlagen sein, ist sich Experte Tom Lüthi sicher.
Foto: Anadolu via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ex-Weltmeister Tom Lüthi über die neue Saison in der Töff-WM
  • Türkischer Fahrer Toprak Razgatlioglu debütiert in der MotoGP
  • Schweizer Nachwuchsfahrer könnten in 2-3 Jahren GP-WM erreichen
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Überflügelt Töff-Superstar Marc Marquez 2026 mit seinem zehnten WM-Titel Ikone Valentino Rossi?

«Ja, das schafft er. Er ist nach wie vor der beste Rennfahrer. Zudem bleibt seine Ducati wohl das beste Motorrad. Das dürfte auch übers Jahr so bleiben, da es wegen der komplett neuen Technikregeln ab 2027 bei den aktuellen Töffs keine grosse Weiterentwicklung mehr geben wird. Marquez wird wieder frühzeitig den Titel einsacken.»

Mit dem dreifachen Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu kommt die Türkei in die MotoGP. Kann er die hohen Erwartungen erfüllen?

«Toprak wird viel lernen müssen und dafür Zeit brauchen. Es ist eine grosse Umstellung vom seriennahen Superbike-Töff zu den MotoGP-Prototypen. Welche Resultate er erzielen kann, ist schwierig zu prognostizieren. Vielleicht kann er aber mal ein Highlight setzen.»

Die MotoGP trägt neu in Adelaide auch ein Rennen auf einem Stadtkurs aus. Was halten Sie davon?

«Die kommerziellen Gedanken kommen jetzt auch in der MotoGP immer mehr auf. Seit der Übernahme durch Liberty Media (besitzt auch die Formel 1; Anm. d. Red.) gehts immer mehr darum, ein Produkt zu verkaufen. Als Rennfahrer findet man das nicht immer nur cool. Aber man muss sich damit abfinden, dass es nun auch in die Städte geht. Adelaide war früher ein Strassenkurs, doch nun wird es offenbar eher ein Circuit durch einen Park. Es wird aber sicher genau darauf geschaut, dass genügend Sturzräume vorhanden sind.»

Noah Dettwiler ist nach seinem schweren Sturz zwar zurück, fährt aber nicht mehr in der WM. Wann sehen wir wieder einen Schweizer im GP-Sport?

«Wir müssen uns sicher auf eine Durststrecke von zwei, drei Jahren einstellen. Aber das Erfreuliche: Es gibt mehrere talentierte Schweizer Fahrer im Nachwuchs, die in verschiedenen Serien in Europa unterwegs sind. Da gibt es berechtigte Hoffnung, dass es eines Tages wieder einer in die WM schafft.»

Bis dahin bleiben Sie der prominenteste Schweizer Name im GP-Zirkus, sie gehen ins zweite Jahr als Fahrer-Coach in der Moto2. Klappt es diesmal mit dem WM-Titel?

«Unser Fahrer-Duo ist mit Manuel Gonzalez und Senna Agius gleich geblieben. Wir hatten im Winter wenige, aber hilfreiche Test-Kilometer gehabt. Die Konkurrenz ist allerdings nicht weniger geworden. Doch wir sind gut aufgestellt und hoffen, dass wir wieder im Titelkampf mitmischen können.»

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