Was für ein Auftritt! Mensur Suljovic (54) gewinnt am Sonntag an der Swiss Darts Trophy in Basel gegen Ross Smith (37) mit 6:5 Legs. Doch statt nur über seinen Sieg zu reden, sorgt der Österreicher mit seinem Verhalten für mächtig Ärger.
In der entscheidenden Phase des Achtelfinals wird es besonders spannend. Smith hat zwei Matchdarts, um die Partie für sich zu entscheiden. Während der Engländer wirft, stachelt Suljovic das Publikum mit Gesten zu noch lauteren Buhrufen an. Smith vergibt beide Chancen, Suljovic dreht das Duell und jubelt über den Sieg.
«Karma wird ihn einholen»
Smith ist nach der Niederlage bedient und meldet sich auf X dazu. Er nehme Suljovic die Niederlage nicht übel, schliesslich habe er selbst zwei Matchdarts vergeben. Doch das Verhalten seines Gegners sei daneben gewesen. «Wenn er ein absoluter Idiot sein will, ist das seine Sache. Karma wird ihn einholen», schreibt Smith.
Damit ist der Zoff aber noch lange nicht vorbei. Als Suljovic später im Halbfinal steht, spricht ihn Moderator Philip Brzezinski auf die Vorwürfe an. Der Österreicher schiesst zurück und sagt: «Was beschwert sich der Kerl?! Der soll sein Spiel spielen, ansonsten kann er direkt nach Hause gehen.»
Sexismus-Spruch sorgt für Buhrufe
Dann setzt Suljovic noch einen drauf: «Frauen beschweren sich, sorry. Das tut man nicht, wenn man verliert.» Eine Bemerkung, die beim Publikum gar nicht gut ankommt. Es gibt Pfiffe und Buhrufe für den Darts-Profi.
Moderator Brzezinski widerspricht offen und bezeichnet Suljovics Verhalten als «too much», also als zu viel des Guten. Suljovic verteidigt sich mit dem Hinweis, dass er die Unterstützung der Fans brauche: «Ohne euch schaffe ich nichts.»
Sportlich krönt sich Jonny Clayton (52) zum grossen Sieger in Basel. Der Waliser schlägt Luke Humphries im Final mit 8:4 und holt seinen vierten Titel auf der European Tour.