Milena Schnider trainiert für Olympiatraum hart
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Schweizer Badminton-Hoffnung:Milena Schnider trainiert für Olympiatraum hart

Badminton-Hoffnung Milena Schnider
Zürcherin dank Coop-Superpunkten zur Schweizer Nummer 1

Wer hätte gedacht, dass Coop-Superpunkte einmal den Grundstein für eine WM-Karriere legen? Maschinentechnikerin Milena Schnider ist heute die beste Badmintonspielerin der Schweiz und greift als Nächstes nach dem Olympia-Traum.
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Aus Coop-Superpunkten wurde eine WM-Karriere – jetzt träumt Milena Schnider von Olympia.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Milena Schnider aus Uster startet bei der Badminton-WM in Neu-Delhi
  • Karriere begann mit Coop-Prämie; heute Schweizer Nummer 1 im Badminton
  • 2024 Schweizer Meisterin, nächstes Ziel: Olympia-Qualifikation ab Mai 2027
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Joël HahnRedaktor Sport

Eigentlich wollten ihre Eltern nur die gesammelten Coop-Superpunkte einlösen. Also landete ein Badminton-Set mit zwei einfachen Holzschlägern im Einkaufswagen. Wenig später steht die kleine Milena Schnider (heute 24) im Garten ihres Elternhauses in Uster ZH, schlägt zum ersten Mal einen Shuttle über das Netz und trifft ihn erstaunlich gut.

«Meine Eltern haben selber gar nicht Badminton gespielt», erzählt Schnider im Gespräch mit Blick. «Als wir die Schläger bekommen haben, haben wir im Garten einfach ein bisschen gespielt.» Gemeinsam mit ihrem besten Freund besucht sie dann ein Schnuppertraining. «Hätte es den Klub nicht gegeben, hätte ich wahrscheinlich gar nie Badminton gespielt.»

Ausgerechnet ein Prämienartikel aus dem Coop-Katalog wird zum Ausgangspunkt einer Karriere, die die Zürcherin nun schon an ihre zweite WM führt.

Schritt für Schritt nach oben

Badminton fristet in der Schweiz ein Schattendasein. «Wenn ich sage, dass ich Badminton spiele, erzählen mir viele, dass sie früher am Strand gespielt haben», sagt Schnider lachend. Dabei gehört Badminton zu den schnellsten Sportarten überhaupt.

Milena Schnider persönlich

Milena Schnider wurde am 10. November 2001 geboren und lebt in Uster ZH. Die Schweizer Nummer 1 spielt für den BC Adliswil und gewann 2024 ihren ersten Elite-Schweizer-Meistertitel. Neben dem Spitzensport schloss sie 2026 an der ZHAW den Bachelor in Maschinentechnik ab und konzentriert sich nun voll auf Badminton. Die 24-Jährige ist in einer Beziehung und hat einen jüngeren Bruder (23), der lange Fussball spielte. Ihr grosses Vorbild ist die indische Olympiamedaillengewinnerin P. V. Sindhu. Deren Vater fragte Schnider bei einem Turnier sogar einmal, ob sie mit seiner Tochter einspielen wolle, dazu kam es bislang zwar nicht. «Ich hoffe aber, dass es irgendwann klappt», sagt Schnider.

Milena Schnider wurde am 10. November 2001 geboren und lebt in Uster ZH. Die Schweizer Nummer 1 spielt für den BC Adliswil und gewann 2024 ihren ersten Elite-Schweizer-Meistertitel. Neben dem Spitzensport schloss sie 2026 an der ZHAW den Bachelor in Maschinentechnik ab und konzentriert sich nun voll auf Badminton. Die 24-Jährige ist in einer Beziehung und hat einen jüngeren Bruder (23), der lange Fussball spielte. Ihr grosses Vorbild ist die indische Olympiamedaillengewinnerin P. V. Sindhu. Deren Vater fragte Schnider bei einem Turnier sogar einmal, ob sie mit seiner Tochter einspielen wolle, dazu kam es bislang zwar nicht. «Ich hoffe aber, dass es irgendwann klappt», sagt Schnider.

Sie wird früh entdeckt, trainiert mit älteren Spielern und arbeitet sich kontinuierlich nach oben. «Ich sehe mich mehr als Bergsteigerin. Ich war nie direkt ein Überflieger, sondern habe mich Schritt für Schritt hochgearbeitet. Diese Konstanz macht mich aus.» Das zeigt sich auch in den Resultaten: Seit sieben Jahren steht Schnider ununterbrochen auf dem Podest der Schweizer Meisterschaften, 2024 gewann sie erstmals den Elite-Titel.

Heute ist sie Schweizer Nummer 1 und verfolgt längst internationale Ziele. «Mein Fokus liegt auf internationalen Turnieren. Ich möchte an einer Europameisterschaft einmal eine Medaille gewinnen.»

Jetzt zählt nur noch der Sport

Parallel zum Spitzensport absolvierte Schnider an der ZHAW einen Bachelor in Maschinentechnik. «Ich bin immer früh aufgestanden und spät ins Bett. Ich musste Prioritäten setzen», erzählt sie. Freizeit blieb kaum.

Nun ist das Studium abgeschlossen. Erstmals kann sie sich voll auf ihre Karriere konzentrieren. In Uster arbeitet sie mit Trainer Hafiz Shaharudin (39), einem ehemaligen Nationalspieler aus Malaysia, täglich an Technik und Präzision.

Ab Montag findet in Neu-Delhi die WM statt, die Schweiz schickt eine achtköpfige Delegation. In der ersten Runde wartet auf Schnider ausgerechnet die Ungarin Vivien Sandorhazi, mit der sie wenige Tage zuvor noch trainiert hat. «Sie konnte mich beobachten, aber ich konnte das auch tun», sagt Schnider schmunzelnd.

Was im Tennis kaum vorstellbar wäre, ist im Badminton Alltag. Gerade kleinere Nationen sind auf solche Trainingspartnerschaften angewiesen, weil die Dichte an Topspielerinnen fehlt. Deshalb reisen Athletinnen über Landesgrenzen hinweg oder empfangen ausländische Spielerinnen in ihren Trainingszentren. In Bern bereitete sich Schnider zuletzt gemeinsam mit Spielerinnen und Spielern aus Italien, Deutschland und Frankreich auf die WM vor. Der Vorteil: Jeder bringt andere Stärken mit – und jeder kann vom anderen lernen.

Der Blick richtet sich aber bereits weiter nach vorne. Im Mai 2027 beginnt die Olympia-Qualifikation für Los Angeles. «Das ist mein grosses Ziel», sagt Schnider. Vor rund 15 Jahren begann alles mit zwei Holzschlägern aus dem Coop-Prämienkatalog. Der nächste grosse Schlag könnte sie bis an die Olympischen Spiele führen.

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