Darum gehts
- Simon Ehammer (26) tritt bei der EM 2026 in Birmingham im Weitsprung an
- Trotz schmerzhaftem Verzicht auf Zehnkampf will er seine Gold-Medaille holen
- Ehammer führt aktuell die Weltranglisten im Zehnkampf und Weitsprung an
Rund sechs Wochen vor dem Auftakt zum grossen Leichtathletik-Saisonhöhepunkt, der EM in Birmingham, hat sich Simon Ehammer (26) festgelegt: In der schwierigen Abwägung zwischen einem Start im Zehnkampf oder seiner Parade-Einzeldisziplin Weitsprung fiel seine Entscheidung zugunsten von letzterer aus, wie der Appenzeller am Donnerstagabend auf Instagram bekannt gibt.
Ehammer hatte schon früh in diesem Jahr erklärt, dass er in Birmingham nicht in beiden Wettkämpfen starten werde. Grund ist das Programm in der englischen Metropole, das zu wenig Zeit für die Umstellung dazwischen lässt.
Ehammer will sich nun voll auf den Weitsprung fokussieren – und hat dabei nur ein Ziel: «Ich will jene EM-Medaille nach Hause bringen, die mir in meiner Sammlung noch fehlt.» Also: Gold! 2022 gab es für ihn bereits Silber in München (Zehnkampf), 2024 liess er in Rom Bronze folgen (Weitsprung).
Gleichzeitig betont er, wie fest es ihn schmerzt, nach seinen Mehrkampf-Höhenflügen in diesem Jahr – mit dem Weltrekord an der Hallen-WM in Torun und dem Sieg in Götzis – nicht im Zehnkampf starten zu können: «Das tut weh. Ich würde mir nichts mehr wünschen, als in beiden Disziplinen um den Sieg zu kämpfen.» Er hoffe, dass dies in Zukunft möglich sei und «Athleten eine faire Möglichkeit erhalten, wenn sie es sich über die Saison erarbeitet haben».
Was er damit meint: Ehammer ist aktuell sowohl im Zehnkampf als auch im Weitsprung Leader in der Weltrangliste. Auf eine seiner Leidenschaften muss er nun aber verzichten.