Audrey Werro (22) ging als grosse Gold-Hoffnung in den 800m-Lauf an der EM in Birmingham. Doch dann der Schock: die Freiburgerin stürzt und verpasst die direkte Final-Qualifikation. Nach dem Lauf kann sich Werro nicht wirklich erklären, was passiert ist. «Bis zu der Szene war ich in guter Form, eine Sekunde später lag ich am Boden», fasst sie im SRF-Interview zusammen. Sie wisse nicht, was passiert sei, so Werro weiter.
Trotz des Schocks muss sie ihre Gold-Träume nicht begraben. Nach Konsultation der TV-Bilder ist klar, dass eine Berührung mit einer Gegnerin vorliegt. Damit rückt sie in den Final nach und um den EM-Titel kämpfen.
Mit Veronica Vancardo (25) ist noch eine zweite Schweizerin in den Sturz verwickelt. Vancardo läuft direkt hinter Werro und wird vom Zwischenfall überrascht. «Ich musste über sie drüber springen.» Nach dem Lauf leidet Vancardo mit ihrer ihrer Freiburger Kantons-Kollegin mit.
«Ich bin traurig für Audrey, es hat mich während des Laufes schockiert», sagt sie gegenüber SRF. Während Werro am Boden lag, holte sich Vancardo den Finalplatz – und hoffte, dass ihre Freundin nachzieht. «Ich hoffe, dass sie Protest einlegen und dass sie in den Final laufen kann.» Und kurz später ist klar, dass der Protest gutgeheissen wird und die beiden Freiburgerinnen zusammen mit der Zürcherin Valentina Rosamilia den Final bestreiten können.