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Sechster EM-Tag
Nächste Medaille! Lobalu läuft über 10'000 Meter zu Silber

Zwischen dem 10. und 16. August kämpfen die besten Leichtathletinnen und -athleten Europas in Birmingham um Edelmetall. Im Ticker verpasst du keinen Schweizer Einsatz und keine Medaillenentscheidung.
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Blick Sportdesk
vor 43 Minuten

Dominic Lobalu sichert sich Silber über 10'000 Meter

Im zweiten Anlauf klappts für Dominic Lobalu auch in Birmingham mit der Medaille: Nach der leisen Enttäuschung über die halbe Distanz holt sich der Schweizer über 10'000 Meter Silber. Vor zwei Jahren in Rom hat er noch Gold geholt, auf der Mission Titelverteidigung ist er nun gegen Andreas Almgren aber chancenlos: Der Schwede schlägt früh ein horrendes Tempo an, schüttelt bereits rund drei Kilometer vor dem Ziel seine letzten Verfolger ab und läuft mit grossem Vorsprung in einem Europameisterschaftsrekord von 27.33,44 Minuten zu seinem ersten EM-Titel.

Lobalu bleibt noch am längsten am entfesselten Schweden, auf den er schliesslich knapp 20 Sekunden verliert, dran und holt so seinerseits ein grosses Polster auf die Athleten hinter ihm heraus – seine Silber-Medaille gerät auf den letzten Kilometern nicht mehr in Gefahr. Dritter mit knapp 45 Sekunden Rückstand auf Almgren wird der amtierende Weltmeister Jimmy Gressier aus Frankreich.

Trotz der verpassten Titelverteidigung erscheint Lobalu mit einem Lachen zum SRF-Interview: «Ich bin sehr, sehr zufrieden und es war ein sehr gutes Rennen – ich freue mich. Ich habe aus dem Montag gelernt und bin heute nicht so nach vorne gegangen. Als der Rückstand grösser wurde, habe ich irgendwann gedacht: Es ist besser, eine Medaille zu haben.» Das ganz grosse Risiko sei er deshalb am Ende nicht mehr eingegangen.

Mit Jonas Raess auf Rang acht schafft noch ein zweiter Schweizer den Sprung in die Top Ten.

Vize-Europameister über 10'000 Meter: Dominic Lobalu.
Foto: keystone-sda.ch
20:57 Uhr

Trotz grossem Kampf: Kälin verpasst die Medaillen

Annik Kälin zeigt zum Abschluss des Siebenkampfs im 800-Meter-Lauf einen engagierten Auftritt und setzt die vor ihr platzierte Sofie Dokter unter Druck. Abschütteln kann sie die Holländerin aber nicht – am Ende kommen die beiden innerhalb von drei Hundertstelsekunden ins Ziel. So kann Kälin keine Punkte mehr gutmachen und verbleibt mit 6630 Punkten auf dem undankbaren vierten Rang.

Im SRF-Interview nach der letzten Disziplin offenbart sie gemischte Gefühle: «Jemand muss Vierte werden. Es wäre viel dringelegen, aber das Niveau ist brutal hoch. Mit so einer Punktzahl musst du zufrieden sein – es zeigt das Niveau, das ich derzeit habe. Es ist sicher schade, weil Medaillen immer cool sind. Es spornt aber an, weiter an den Schwächen zu arbeiten, um das Niveau noch weiter hoch zu bringen. Ich denke, wir haben in dieser Saison schon viel richtig gemacht. Ich habe extreme Fortschritte machen können und bin sehr konstant gewesen. Und es ist etwas anderes, als Favoritin an einen Anlass zu gehen. Es ist cool, das einmal erlebt zu haben. Die Tendenz ist richtig, sie zeigt nach oben.»

Weiter vorne wehrt die Irin Kate O'Connor die Angriffe ihrer ersten Verfolgerin Emma Oosterwegel (Hol) ab und kann ihre Gesamtführung so behaupten. Am Ende holt sie mit 38 Punkten Vorsprung EM-Gold im Siebenkampf.

Annik Kälin geht im Kampf um die Medaillen leer aus.
Foto: freshfocus
20:45 Uhr

Das Programm der Abendsession

In der Session am Samstagabend sind Entscheidungen in den folgenden Disziplinen angesetzt:

20.45 Uhr: Siebenkampf Frauen, 800 Meter (mit Annik Kälin)
21.01 Uhr: Speerwurf Männer, Final
21.07 Uhr: Hochsprung Frauen, Final
21.20 Uhr: 400 Meter Frauen, Final
21.17 Uhr: Dreisprung Männer, Final
21.25 Uhr: 10'000 Meter Männer, Final (mit Dominic Lobalu, Jonas Raess)
22.07 Uhr: 1500 Meter Männer, Final
22.33 Uhr: 4x100 Meter Männer, Final
22.48 Uhr: 4x100 Meter Frauen, Final (mit Géraldine Di Tizio-Frey, Ajla Del Ponte, Léonie Pointet und Salomé Kora)

vor 13 Minuten

Deutscher Doppelsieg im Speerwurf

Der Wettkampf im Speerwurf ist fest in deutscher Hand: Bereits vor ihren letzten Durchgängen steht fest, dass Julian Weber und Nick Thumm die ersten beiden Plätze belegen werden. Auf den letzten Drücker zieht Weber mit einem Europameisterschaftsrekord von überragenden 90,40 Metern aber noch an seinem zehn Jahre jüngeren Landsmann vorbei und kürt sich zum zweiten Mal zum Weltmeister. Darauf hat Thumm keine Antwort mehr – seine Silber-Weite von 83,76 Metern bedeuten aber eine persönliche Bestleistung. Bronze geht an Patriks Gailums aus Lettland.

vor 22 Minuten

Holländer Triumph über 1500 Meter

Stefan Nillessen heisst der neue Europameister über 1500 Meter: In der Abwesenheit von Titelverteidiger Jakob Ingebrigtsen legt der Holländer einen unwiderstehlichen Schlusssprint hin und setzt sich am Ende in 3.35,70 Minuten durch. Auch der zweitplatzierte Samuel Philström aus Schweden macht im Finale viele Ränge gut. Dritter wird der Ire Andrew Coscoran – womit auch die Pleite der hochgehandelten britischen Läufer perfekt ist: Auf den Rängen vier bis sechs gehen die Lokalmatadoren im Medaillenkampf leer aus.

Stefan Nillessen holt Gold über 1500 Meter.
Foto: British Athletics via Getty Imag
vor 29 Minuten

Diaz Hernandez mit Fabelweite im Weitsprung

Was für ein Sprung von Andy Diaz Hernandez: Der Italiener kommt im seinen Versuch 18,15 Meter weit – die viertbeste Weite aller Zeiten. Ist das schon der EM-Titel für den 30-Jährigen?

21:16 Uhr

Norwegerin Jäger über 400 Meter mit Machtdemonstration

Was für ein Rennen von Henriette Jäger: Die Norwegerin zündet auf der Zielgeraden den Turbo und gewinnt so mit einer Sekunde Vorsprung auf die erste Verfolgerin EM-Gold über 400 Meter. Ihre 49,04 Sekunden bedeuten die schnellste Zeit einer Europäerin in diesem Jahr. Für die 23-Jährige ist es bereits der zweite Titel in Birmingham nach demjenigen in der Mixed-Staffel.

Im Kampf um Silber hat die Polin Natalie Bukowiecka in 50,04 Sekunden gegenüber Lieke Klaver (Hol/50,15 Sekunden) knapp die Nase vorne.

Foto: AFP
14:20 Uhr

Wegen einer Hundertstel: Schweizer Männer-Staffel scheidet aus

So bitter: Die Schweizer 4x100 Meter Staffel der Männer schrammt um eine Hundertstelsekunde am Final vorbei. Das Quartett um Timothé Mumenthaler, Daryl Bachmann, Felix Svensson und Jason Joseph läuft im zweiten Vorlauf auf Platz fünf ins Ziel. Die Zeit von 39,18 Sekunden reicht nicht für die Finalqualifikation, denn das Quartett aus Polen ist im ersten Vorlauf mit einer Zeit von 39,17 Sekunden um eine Hundertstel schneller. Einziger kleiner Trost: Es ist eine Saisonbestleistung für die Schweiz.

13:56 Uhr

Schweizerinnen souverän im 4x100-Meter-Staffel

Nach der Enttäuschung rund um Kälin gibt die Frauen Staffel den Schweizer Fans Grund zur Freude: So enteilt das Quartett bestehend aus Géraldine Di Tizio-Frey, Ajla Del Ponte, Léonie Pointet und Salomé Kora der Konkurrenz und sieht sich im 4x100-Meter-Staffel-Final wieder. Mit einer Saisonbestleistung von 42,38 Sekunden wird die Schweiz in ihrem Vorlauf Erste und unterstreicht damit die Medaillen-Ambitionen.

13:45 Uhr

Kälin nach Speer-Wettkampf mit Tränen in den Augen

Grosser Dämpfer für Annik Kälin: Im letzten Versuch kann sie sich nicht verbessern und bleibt bei der Weite von 44,39 Meter. Es ist eine herbe Enttäuschung für Kälin, die nach dem dritten Versuch bittere Tränen vergiesst.

Die Irin Kate O'Connor ist derweil auf bestem Weg den Siebenkampf für sich zu entscheiden. Emma Oosterwegel aus Holland ist derweil auf Silber-Kurs und ihre Landsfrau Sofie Dokter belegt Platz drei. Unmöglich ist der Bronze-Traum für Kälin nicht, aber äusserst schwierig. Heute Abend werden alle Frage nach dem 800-Meter-Lauf und damit beim Abschluss des Siebenkampfes beantwortet werden.

Die Enttäuschung bei Kälin ist gross.
Foto: Screenshot SRF
13:32 Uhr

Auch Sclabas kann nicht in 1500-Meter-Final einziehen

Mit Delia Sclabas scheidet auch die dritte über die 1500 Meter startende Schweizerin bereits im Vorlauf aus: Sie überquert mit einer Zeit von 4:09,09 Minuten als Siebte das Ziel und verpasst dem Final trotz eines starken Schlussspurts denkbar knapp – ein Zehntel haben gefehlt.

13:24 Uhr

Keine Steigerung bei Kälin, ein Versuch bleibt

Annik Kälin kann sich im zweiten Versuch nicht verbessern. Eine Chance hat sie noch.

13:23 Uhr

Wind schafft Finaleinzug knapp nicht, auch Nägeli ist raus

Im ersten 1500-Meter-Vorlauf verpassen die beiden Schweizerinnen den Endlauf: Joceline Wind schrammt als Achte in 4:10,95 Minuten knapp am Finaleinzug vorbei, während Lilly Nägeli in 4:19,40 Minuten ebenfalls ausscheidet. Für Wind ist dies eine Enttäuschung.
In wenigen Augenblicken startet Delia Sclabas im zweiten Vorlauf.

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