Karriere ruiniert?
US-Weltmeisterin verklagt Puma und Formel-1-Team

Die zweifache Leichtathletik-Weltmeisterin Abby Steiner verklagt Puma und Mercedes. Sie wirft ihnen vor, fehlerhafte Sportschuhe entwickelt zu haben, die ihre Karriere beendeten.
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Abby Steiner (rechts, neben Mujinga Kambundji) verklagt Puma und Mercedes wegen fehlerhafter Schuhe.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Abby Steiner klagt Puma und Mercedes wegen verletzungsfördernder Sportschuhe an
  • Puma-Schuhe mit Carbonplatten sollen Karriere ruiniert haben
  • Sportartikelriese weist Vorwürfe entschieden zurück
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Blick Sportdesk

Die zweifache Leichtathletik-Weltmeisterin Abby Steiner (26) hat eine Klage gegen den Sportartikelriesen Puma und das Formel-1-Team Mercedes eingereicht. Der Vorwurf: Die von den Unternehmen entwickelten Sportschuhe hätten zu schweren Verletzungen geführt und ihre Karriere ruiniert. Dies berichtet «The Athletic».

Steiner war eine der vielversprechendsten Leichtathletinnen der USA. Nach beeindruckenden Leistungen an US-Meisterschaften erhielt sie 2022 einen Sponsoringvertrag von Puma im Wert von rund zwei Millionen US-Dollar. Im selben Jahr gewann sie bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Eugene Gold in den Staffeln über 4x100 m und 4x400 m.

Doch bereits 2023 häuften sich dann die Verletzungen, bis sie schliesslich im August 2025 kürzer trat. Steiner macht die Sportschuhe von Puma verantwortlich, die in Zusammenarbeit mit Mercedes entwickelt wurden. Erkenntnisse aus dem Formel-1-Engineering hätten demnach beim Design und der Entwicklung der Spikes geholfen.

«Funktionsweise von Fuss und Sprunggelenk verändert»

Sie beschreibt die Schuhe als «defekt» und «unsicher» und erhebt schwere Vorwürfe: «Die Puma-Schuhe haben das Verletzungsrisiko aufgrund ihres Designs sowie der Verwendung von Carbonplatten- und Nitro-Schaumtechnologie erhöht.» Dies hätte konkret dazu geführt, dass «die Funktionsweise von Fuss und Sprunggelenk beim Laufen verändert wird».

Die Klage reichte sie am 24. April 2026 beim Obersten Gerichtshof von Massachusetts ein. Steiner fordert Schadensersatz und wirft Puma vor, bewusst fehlerhafte Produkte vermarktet zu haben, obwohl die Mängel bekannt waren. Die Athletin ist überzeugt, dass diese Schuhe das Ende ihrer Karriere beschleunigt haben. Gegenüber «The Athletic» lässt Puma verlauten: «Wir weisen jegliche Behauptung, dass unsere Performance-Produkte Verletzungen verursachen, entschieden zurück.»

Dieser Artikel ist zuerst auf «gsp.ro» erschienen. Die rumänische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag. 

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