«Es tut mega weh»
Di Tizio-Frey schrammt an EM-Medaille vorbei

Géraldine Di Tizio-Frey verpasst an der Leichtathletik-EM in Birmingham die erhoffte Medaille. Im Final über die 100 Meter wird die Zugerin hauchdünn geschlagen.
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Enttäuschung bei Géraldine Di Tizio-Frey.
Foto: keystone-sda.ch
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Yara VettigerRedaktorin Sport

Eine Hundertstelsekunde fehlt Géraldine Di Tizio-Frey zum EM-Podest! Die Zugerin läuft in Birmingham in 11,07 Sekunden auf den undankbaren vierten Platz. Bronze geht an Delphine Nkansa (BEL) – in 11,06 Sekunden. Bitterer kann ein Final kaum enden. 

«Es tut weh, dass ich das Ziel nicht erreicht habe. Ich hätte es in den Beinen gehabt, habe mich aber am Ende verkrampft», sagt Di Tizio-Frey nach dem Rennen zu SRF. «Die Medaille um eine Hundertstel verpasst zu haben, das tut mega weh. Ich habe mich schon gefreut, als ich die 3 auf der Anzeige gesehen habe.» Der Jubel über die vermeintliche Bronzemedaille ist aber nur von kurzer Dauer. Einen Moment später wird das Resultat von Di Tizio-Frey zu Platz vier geändert. 

Gold holt sich Lokalmatadorin Amy Hunt in 11,00 Sekunden und Silber geht an Polin Ewa Swoboda (11,02). Dabei hat Di Tizio-Frey in Birmingham bereits Geschichte geschrieben. Erstmals zieht die 29-Jährige bei einem Grossanlass in einen 100-m-Final ein. Im Halbfinal gewinnt sie ihren Lauf souverän in 11,02 Sekunden. Im Final fehlt nun nur ein Wimpernschlag zur Medaille.

Und das, obwohl die Zugerin als schnellste Europäerin des Jahres angereist ist. Ihre 10,96 Sekunden hatten sie zur Mitfavoritin gemacht. Die ganz grosse Krönung bleibt aus – doch Platz vier ist der bislang grösste Erfolg ihrer Karriere.

Für Salomé Kora endet der Final ebenfalls bitter. Die 32-Jährige stolpert früh im Rennen und wird in 11,51 Sekunden Achte und damit Letzte. Dabei hatte auch sie sich erstmals für einen internationalen 100-m-Final qualifiziert – als Lucky Loser mit 11,12 Sekunden im Halbfinal. Die Schweizer Doppelagentin, die im Winter als Bob-Anschieberin in Bormio Olympia Rang sieben holte, erlebt damit einen schmerzlichen Abschluss.

Enttäuschung für Lobalu

Auch Dominic Lobalu kann seine Bronzemedaille bei der EM 2024 in Rom nicht verteidigen. Der 27-Jährige läuft über 5000 Meter in 13:18,24 auf Rang sieben. Gold holt Jakob Ingebrigtsen (NOR) vor Florian Bremm (GER) und Étienne Dauginos (FRA). Lobalu, der in Rom sensationell auch Gold über 10’000 Meter gewonnen hat, bleibt locker. Zu SRF sagt er: «Leider keine Medaille, aber das ist Sport. Ich habe Fehler gemacht. Am Samstag will ich diesen Fehler korrigieren.» Bereits denkt er an die nächste Chance über 10’000 Meter. «Ich bin zu früh nach vorne gegangen. Nächstes Mal werde ich hinten bleiben!», sagt er lachend.

Simon Ehammer (26) erledigt derweil seine Pflicht. Sein erster Sprung auf 8,10 Meter reicht locker für die Top zwölf. Damit steht der EM-Bronzemedaillengewinner von Rom im Weitsprung-Final.

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