Zweimal Rang fünf – so lautet die Bilanz von Ditaji Kambundjis (24) China-Reise am Beginn der Diamond-League-Saison. Nach dem fünften Platz vor einer Woche in Shanghai lässt die Weltmeisterin über 100 Meter Hürden beim Meeting in Xiamen das gleiche Resultat folgen. In 12,62 Sekunden ist sie dabei immerhin 20 Hundertstelsekunden schneller als beim ersten China-Auftritt – und lässt danach verlauten: «Ich bin wirklich zufrieden mit diesem zweiten Rennen der Saison. Ich konnte das Beste herausholen.»
Die Podestplätze verpasst sie beim Sieg der US-Amerikanerin Masai Russell aber deutlich. Für Kambundji ein Grund zur Motivation: «Es ist inspirierend zu sehen, wie dicht das Feld momentan ist und wie schnell gelaufen wird. Für den Rest der Saison weiss ich genau, dass noch mehr kommen kann und da bin ich auch sehr, sehr zuversichtlich.»
Joseph verbessert sich
Eine rangmässige Steigerung legt Jason Joseph (27) hin: Der Basler wird in Xiamen über 110 Meter Hürden Vierter, nachdem er sich in Shanghai noch mit Rang acht hat begnügen müssen. Auch zeitlich nähert er sich mit 13,24 Sekunden seinen Bestleistungen an.
Entsprechend zufrieden zeigt sich Joseph mit seinem Auftritt: «Dieses Rennen können wir als Saisoneinstieg zählen. Es war mega gut, ich bin echt zufrieden mit dem Flow, den ich gefunden habe.» Schnellster im Hürdensprint im Süden Chinas ist wie schon zum Diamond-League-Auftakt Jamal Britt.
Chinesin setzt Ausrufezeichen
Zufrieden dürfte auch die dritte Swiss-Athletics-Vertreterin aus China abreisen: Joceline Wind (25) stellt im 1500-Meter-Rennen der Frauen in 4:01,41 Minuten eine neue persönliche Bestleistung auf. Beim Sieg der Australierin Abbey Caldwell reicht dies für Rang 10.
Für das Highlight aus internationaler Sicht sorgt eine Lokalmatadorin: Die erst 18-jährige Chinesin Ziyi Yan wirft ihren Speer 71,74 Meter weit – neuer Rekord an einem Diamond-League-Meeting. Übertroffen wird dieser Wert überhaupt einzig vom Weltrekord der Tschechin Barbora Spotakova (72,28 Meter) aus dem Jahr 2008.