Ganz zufrieden ist Simona Aebersold nicht, als sie nach rund 90 Minuten Laufzeit im litauischen Druskininkai das Langdistanz-Ziel erreicht. «Ich habe die Posten gut gefunden, keine Fehler am Posten gemacht, aber auf der Route vielleicht mehrmals nicht die optimale Variante gewählt», gibt die 28-Jährige nach dem Rennen in der OL-Königsdisziplin an.
Das Gefühl sollte sie nicht täuschen: Zwar liegt sie bei ihrem Zieleinlauf noch in Führung, wenig später wird sie von der schwedischen Topfavoritin Tove Alexandersson aber noch um 49 Sekunden auf Rang zwei verdrängt – ein eher knapper Rückstand. Zum Vergleich: Die drittplatzierte Sanna Fast, ebenfalls aus Schweden, verliert über drei Minuten auf Aebersold.
Aebersold-Freund wird Europameister
Grund zum Jubeln hat die Familie Aebersold auch bei den Männern: Für Simonas jüngeren Bruder Fabian gibts in Litauen ebenfalls Silber in der Langdistanz. Etwas mehr als eine Minute verliert er auf den norwegischen Europameister Kasper Harlem Fosser – den Lebenspartner von Simona Aebersold. Bronze geht an den Schweden Viktor Svensk.
Mit Tino Polsini (13.), Matthieu Bührer (16.), Martin Hubmann (18.) und Daniel Hubmann (20.) laufen vier weitere Swiss-Orienteering-Athleten in die Top 20.
Die nächste Chance auf Medaillen bietet sich der Schweizer Delegation in Litauen am Samstag, dann steht sowohl bei den Frauen als den Männern das Rennen über die Mitteldistanz an.