Nati-Handballer Rubin noch immer vereinslos
«Man kann fast sagen, dass ich mich verpokert habe»

Ein vertragsloser Nationalspieler ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich – eine Woche vor Saisonstart dagegen schon. Handballer Lenny Rubin spricht über eine Situation, die er sich so nicht vorstellen konnte.
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Lenny Rubin gehört zu den Leistungsträgern unserer Handball-Nati.
Foto: imago/Bildbyran
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Christian MüllerRedaktor Sport

In kaum einer Sportart werden Verträge so früh unterzeichnet wie im Handball. So stehen schon jetzt Bundesliga-Transfers für die Saison 2028/29 fest. 

Einer, der nicht ganz freiwillig gegen diesen Trend schwimmt, ist Lenny Rubin (30). Der Nati-Star ist ohne Verein, obwohl in der Schweiz und Deutschland nächste Woche die Meisterschaften starten. «Es ist sicher keine optimale Situation», sagt Rubin, der sich aktuell in der Schweiz fit hält. 

Schon im Frühling war klar, dass er den Vertrag beim Bundesligisten Stuttgart nicht verlängert. «Der Klub hat mir eine Richtung aufgezeigt, mit der ich mich nicht mehr identifizieren konnte. Zudem ist mir auch etwas die Freude am Handball abhandengekommen», sagt Rubin über die Gründe.

Dass er so kurz vor dem Saisonstart ohne Arbeitgeber dasteht, hätte Rubin damals nicht gedacht. Verhandelt hat er seither mit mehreren Klubs, ohne sich einig zu werden. Hat sich Rubin verpokert? «Wenn man sieht, dass ich gegen Ende August ohne Klub bin, muss man das fast so sagen.»

Deutschland oder Schweiz?

Trotzdem wird man Rubin nächste Saison auf dem Handballfeld sehen. Die Frage ist nur wo. Erste Priorität hat für den Mann mit über 1000 Bundesliga-Toren noch immer Deutschland. Er kann sich aber auch ein Zwischenjahr in der Schweiz vorstellen. «Das hätte auch seine Vorteile. Gerade physisch kann ich hier an Dingen arbeiten, für die in der Bundesliga manchmal die Gelegenheiten fehlen», findet Rubin. 

Er will sich aber nicht darauf verlassen, dass sich bei einer grossen Adresse Spieler verletzen und er in die Bresche springen kann. Schon in den nächsten Tagen wird Rubin Klarheit bezüglich seiner sportlichen Zukunft schaffen. 

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