Handball-Welt staunt über unsere Nati
«Was die Schweiz geschafft hat, war fast unmöglich»

Fast alle hatten die Handball-Nati an der EM schon abgeschrieben. Mit einer grossen Willensleistung und etwas Hilfe bleiben die Schweizer doch im Turnier. Dafür gibts Lob von höchster Stelle.
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Für die Schweizer Handball-Fans geht die EM weiter.
Foto: AFP

Darum gehts

  • Schweiz erreicht Hauptrunde der Handball-EM nach Sieg gegen Montenegro
  • Dänemark verliert überraschend gegen Portugal nach 19 Siegen in Herning
  • Schweiz siegt mit 17 Toren, Chancen lagen bei nur einem Prozent
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Christian MüllerRedaktor Sport

Die «Sportbild» schrieb am Sonntag fälschlicherweise schon vom Schweizer Aus an der Handball-EM. Auch die «NZZ» zog nach zwei von drei Gruppenspielen bereits ihr Fazit unter eine «verkorkste EM.» Weil Totgeglaubte aber wirklich länger leben, steht die Handball-Nati nach einem Kantersieg gegen Montenegro und slowenischer Schützenhilfe gegen die Färöer Inseln doch erstmals in der Hauptrunde. Und plötzlich ist überall vom «Wunder von Oslo» zu lesen. 

So gross die Schweizer Überraschung auch ist, dominiert werden die Schlagzeilen am bisher ereignisreichsten Turniertag von der dänischen Niederlage gegen Portugal (29:31). Der Turnierfavorit und vierfache Weltmeister hatte zuvor in seiner Handball-Festung in Herning 19 Pflichtspiele hintereinander nicht mehr verloren. 

Handball-Legende loben die Nati

Neben der Verwunderung über die dänische Pleite ist in der Handball-Welt auch Lob für die Schweizer Auferstehung zu finden. «Ich ziehe meinen Hut vor der Schweiz», sagt die ehemalige serbische Welthandballerin Andrea Lekic (38) im Podcast «The Spin». «Mit 17 Toren gegen Montenegro zu gewinnen, ist eine historische Leistung. Die Chancen der Schweizer aufs Weiterkommen lagen vielleicht bei einem Prozent. Es war fast unmöglich. Aber die Schweizer haben an sich geglaubt und mit 17 Toren gewonnen.»

Ähnlich tönt es bei Spaniens Handball-Legende Victor Tomas (40) – auch wenn er sich etwas über die desolate Leistung Montenegros wundert. «Schweiz gegen Montenegro hat mich wirklich schockiert. Da muss etwas passiert sein. So wie Montenegro kann man sich nicht aus dem Turnier verabschieden», findet der Weltmeister und Champions-League-Sieger. Trotzdem müsse man die Schweizer Leistung anerkennen, sagt Tomas: «Nach dem Slowenien-Spiel hat Noam Leopold mit den Tränen gekämpft. Dass die Schweizer nun doch weiterkommen, freut mich wirklich für sie.»

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