Darum gehts
- Handballstar Eduard Kokscharow am 31. März 2026 tot aufgefunden
- Erste Hinweise deuten auf Schlaganfall oder Herzinfarkt hin
- Er hat 1110 Tore in 226 Länderspielen für Russlands Nationalmannschaft erzielt
Die Handballwelt trauert um einen ihrer Grössten: Der frühere russische Handballstar Eduard Kokscharow wurde am 31. März tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Der ehemalige Nationalspieler war mit der belarussischen Mannschaft Brest Meschkow, wo er seit 2023 als Trainer amtete, im Trainingslager, als er am Dienstagmorgen nicht zum Frühstück erschien. Medienberichten zufolge fanden Spieler ihn kurz darauf leblos in seinem Zimmer. Erste Hinweise deuten auf einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hin.
«Wir werden ihn als jemanden in Erinnerung behalten, der einen tiefgreifenden Einfluss auf unser Team und die Herzen aller hatte, die ihn kannten», schrieb der Klub in der offiziellen Mitteilung. Kokscharows plötzlicher Tod sei «ein Verlust für die gesamte Handballfamilie und ein grosser Schock für die weltweite Handballgemeinschaft».
Eindrücklicher Trophäenschrank
Eduard Kokscharow war einer der besten Linksflügelspieler seiner Generation. Er gewann mit RK Celje achtmal die slowenische Meisterschaft und 2004 die Champions League. Mit Medvedi Tschechow holte er zudem zwei russische Meistertitel. Für die russische Nationalmannschaft erzielte er in 226 Länderspielen unglaubliche 1110 Tore – ein Rekord, der bis heute ungebrochen ist.
Seine grössten Erfolge auf internationaler Bühne: Weltmeister 1997 und Olympiasieger 2000. Zudem gewann er Silber bei der WM 1999 und der EM 2000 sowie Bronze bei den Olympischen Spielen 2004. Zwischen 2017 und 2020 war er Nationaltrainer Russlands und feierte als Klubcoach in Belarus mehrere Titel.
Kokscharow, der von 2001 bis 2007 regelmässig als bester Linksflügel bei Welt- und Europameisterschaften ausgezeichnet wurde, hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. Sein Sohn Alexander (24) ist Profifussballer beim FC Krasnodar.
Dieser Artikel ist zuerst auf «sportnieuws.nl» erschienen. Die holländische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.
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