Italien erfüllt in der WM-Quali gegen Estland beim 3:1-Sieg die Pflicht – trotzdem rückt der Gruppensieg weiter in die Ferne, da Norwegen das deutlich bessere Torverhältnis als die Squadra Azzurra aufweist. Das Team von Trainer Gennaro Gattuso legt im Baltikum fulminant los. Bereits nach fünf Minuten trifft Moise Kean zur Führung.
Ebenjener Kean ist es aber auch, der nur zehn Zeigerumdrehungen später verletzt ausgewechselt werden muss. Ohne Fremdeinwirkung tritt der Stürmer falsch auf, geht sofort mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden und muss wenig später vom Platz gestützt werden.
Penalty-Sünder kann trotzdem jubeln
Trotz des Verletzungsschocks sind die Italiener das deutlich aktivere Team und kommen nach einer halben Stunde zu einem Penalty. Mateo Retegui läuft an und scheitert an Goalie Karl Jakob Hein. Der Este ahnt die Ecke des schwach getretenen Elfers. Nur acht Minuten später macht es der Stürmer dann besser. Nach einer Vorlage von Riccardo Orsolini trifft Retegui zum 2:0. Der Treffer wird zwar noch vom VAR überprüft, doch eine Abseitsstellung liegt nicht vor.
Nach dem Seitenwechsel schleicht sich bei den Italienern, die eigentlich dringend auf Tore angewiesen wären, etwas der Schlendrian ein. Zwar verwalten sie die Führung geschickt, kommen aber selbst zu kaum nennenswerten Torchancen. Dafür wagt sich Estland etwas mehr in die Offensive, doch Gianluigi Donnarumma wird nur selten geprüft.
Donnarumma patzt
Erst in der Schlussphase gibt es wieder Action: Erst trifft Francesco Esposito zum 3:0. Doch im direkten Gegenzug leistet sich dann der unterbeschäftigte Donnarumma einen gewaltigen Patzer. Der ManCity-Keeper lässt eine harmlose Flanke fallen. Rauno Sappinen bedankt sich dafür mit dem 1:3.
Trotzdem feiert Italien den Sieg, der den zweiten Tabellenplatz festigt, doch die Squadra Azzurra ist in den kommenden Spielen auf Schützenhilfe angewiesen, um die Norweger noch abfangen zu können.



