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Super-Joker mit Doppelpack
Undav verscheucht Deutschlands Vorrunden-Gespenst

Nach 0:1-Rückstand wendet Deniz Undav für Deutschland das Spiel in Toronto gegen die Elfenbeinküste mit einem Doppelpack. Die DFB-Elf hat jetzt bereits ihr Ticket für die K.-o.-Phase auf sicher.
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk
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Bei den Deutschen gibts nach dem zweiten Tor von Deniz Undav kein Halten mehr.
Foto: Chris Young/The Canadian Press via AP

Das Spiel

Die WM 2018? Vorbei nach der Vorrunde als Titelverteidiger. Die WM 2022? Ebenfalls zu Ende nach der Gruppenphase. In Nordamerika benötigt Deutschland lediglich zwei Spiele, um das zu erreichen, was vor acht respektive vier Jahren nicht gelang: der Einzug in die K.-o.-Phase. Möglich machts Deniz Undav, der Super-Joker der Deutschen.

Als Undav in der 60. Minute gegen die Elfenbeinküste reinkommt, liegt die DFB-Elf mit 0:1 im Rückstand und hat Glück, dass es die Ivorer zu Beginn der zweiten Halbzeit verpassen, vorentscheidend davonzuziehen. Undav erzielt den Ausgleich (68.) und ist in der Nachspielzeit (94.) auch noch für den deutschen Lucky Punch zuständig. Nach zwei WM-Spielen steht der Stuttgart-Profi bei drei Toren und zwei Assists – beeindruckende Joker-Werte.

Deutschland werden in der ersten Halbzeit die Tore von Aleksandar Pavlovic (22.) und Kai Havertz (39.) aberkannt. Als Pavlovic den Ball ins Netz köpfelt, kommt er nach Ansicht von Schiedsrichter Juan Benitez (Paraguay) Goalie Yahia Fofana im Fünfmeterraum regelwidrig in die Quere. Vor Havertz' vermeintlichem Treffer leistet sich Jamal Musiala in der Entstehung ein Foul an Odilon Kossounou.

Und die Ivorer, die bislang noch nie an einer WM über die Gruppenphase hinausgekommen sind? Bei den Afrikanern ist zu sehen, wie nach Spielschluss auf Simon Adingra eingeredet wird. Dieser nimmt in der 88. Minute zuerst den Ball an, statt aus aussichtsreicher Position direkt zu schiessen, weswegen Leon Goretzka in höchster Not klären kann. Adingra hätte der Matchwinner für die Elfenbeinküste werden können, stattdessen sticht wenig später Deutschlands Undav ein zweites Mal zu.

Die Tore

30. Minute, Franck Kessié, 0:1. Erst schlägt DFB-Verteidiger Nathaniel Brown am Ball vorbei, bevor er dann vor der Linie gegen Amad Diallo in extremis rettet. Pech für Brown, dass die Kugel daraufhin zu Kessié spickt. Dieser macht es besser als Diallo und beschert der Elfenbeinküste die Führung.

68. Minute, Deniz Undav, 1:1. Nadiem Amiri hat alle Zeit der Welt, um sich das geeignete Ziel für seine hohe Hereingabe auszusuchen. Im Strafraum der Ivorer sprintet Undav Kessié davon und jagt die Kugel per Direktabnahme in den Netzhimmel.

94. Minute, Deniz Undav, 2:1. Felix Nmecha bedient den an der Strafraumgrenze lauernden Undav. Ballannahme mit rechts, Abschluss mit links – der deutsche Lucky Punch ist perfekt. Undavs Gegenspieler Emmanuel Agbadou pennt komplett.

Das gab zu reden

Es ist ein geschichtsträchtiger Tag für Manuel Neuer. Der Match gegen die Elfenbeinküste ist sein 21. WM-Einsatz. Da kann kein anderer Goalie mithalten. Der 40-jährige DFB-Keeper hat jetzt eine WM-Partie mehr absolviert als Frankreichs Hugo Lloris.

So gehts weiter

Deutschland trägt am kommenden Donnerstag (22 Uhr Schweizer Zeit) in New Jersey sein letztes Vorrundenspiel aus. Der Gegner lautet dann Ecuador. Zeitgleich kriegt es die Elfenbeinküste zum Abschluss der Gruppenphase in Philadelphia mit Curaçao zu tun.

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