Wieder Tor nach 46 Sekunden
Das steckt hinter den Pausen-Schnellstarts der Nati

Gegen Kanada traf Rubén Vargas 37 Sekunden nach der Pause, gegen Algerien jubelt Dan Ndoye nach 46 Sekunden. Für Murat Yakin sind die schnellen Tore in der zweiten Halbzeit kein Zufall.
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Nur 46 Sekunden dauert es nach dem Seitenwechsel, bis die Schweiz dank Dan Ndoye erneut feiern kann.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Nati siegt 2:0 gegen Algerien im WM-Sechzehntelfinal in Vancouver
  • Nati erzielt erneut ein Tor innerhalb der ersten Minute nach Wiederanpfiff
  • Erster K.-o.-Sieg seit 1938, nächster Gegner: Kolumbien oder Ghana

Nati-Fans müssen sich beeilen. Ein kurzer WC-Stopp oder ein schneller Griff in den Kühlschrank liegen während Halbzeitpausen der Schweizer Spiele zwar drin. Viel mehr Zeit sollte man sich zu Hause vor dem TV aber nicht nehmen. Das beweist die Nati im WM-Sechzehntelfinal gegen Algerien erneut. Nur 46 Sekunden sind in Vancouver nach Wiederanpfiff gespielt, als Dan Ndoye mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze zum 2:0 trifft. Die Pausen-Schnellstarter haben wieder zugeschlagen!

Wie schon vor acht Tagen gegen Gastgeber Kanada, als Rubén Vargas bereits nach 37 Sekunden getroffen hatte. Das ist Rekord. Die Schweizer Nati ist die erste Mannschaft, die bei einer WM zwei Tore in der ersten Minute der jeweiligen zweiten Halbzeit erzielte.

Doch was ist das Geheimnis der Nati, dass sie nach mässigen ersten Halbzeiten jeweils derart gut aus der Garderobe kommt? «Wir reden in der Pause zusammen. Jeder sagt kurz, was er denkt und wie er das Spiel sieht. Muri zeigt uns dann ein paar Bilder und wie sie es von aussen gesehen haben», verrät Michel Aebischer. «Dann besprechen wir, was nicht so gut war, und diskutieren Lösungsansätze.»

«Wir sind alle alt genug, dass ...»

Noch etwas weiter ins Detail geht Granit Xhaka: «In der Pause mussten wir Dinge ansprechen, die nicht gut waren. Wir haben zu viele lange Bälle gespielt und konnten die Bälle nicht halten. Wir haben nicht das gespielt, was uns stark macht. Wir sind alle alt genug, dass wir ehrlich zueinander sind», erzählt der Captain im SRF-Interview.

Dass trotz der Führung zur Halbzeit Gesprächsbedarf bestanden hat, ist auch auf dem Platz zu sehen. Kurz bevor Schiedsrichter Yael Falcón die nächsten 45 Minuten anpfeift, tauschen sich die Führungsspieler um Xhaka, Akanji und Embolo in einem kleinen Kreis nochmals aus. Coach Murat Yakin richtet gleichzeitig ein paar Worte an Vargas. «Obwohl wir 1:0 vorn waren, gab es Dinge, die wir besser machen mussten. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen. Dementsprechend sind wir gut rausgekommen und haben sofort das zweite Tor geschossen. Das hat uns sehr geholfen», sagt Xhaka über die Pausenansprache.

Vertikalität wird gesucht

Teamkollege Breel Embolo sieht es ähnlich: «Kompliment, wie wir das in der Pause ehrlich angeschaut und unser Spiel angepasst haben. Kompliment an die Mannschaft, wie sie die zweite Halbzeit angegangen ist», so der Stürmer. Für Murat Yakin sind die schnellen Tore keine Überraschung. «Schon während des ganzen Turniers zeigt sich, dass in den ersten zehn Minuten nach der Pause viele Tore erzielt werden», so der Nati-Coach. «Wir sprechen in der Pause immer ein, zwei Dinge an und versuchen, wenn wir den Ball bekommen, sofort vertikal zu spielen und gleich den ersten Abschluss zu suchen. Es ist heute wieder aufgegangen.»

Nach dem ersten Sieg in einem K.-o.-Spiel an einer WM seit 1938 stellt sich jetzt die Frage: Kommt es in der nächsten Runde gegen Kolumbien oder Ghana erneut zu einem Pausen-Schnellstart? Zumindest im letzten Achtelfinal an einem grossen Turnier ist genau das eingetroffen. An der EM 2024, als Rubén Vargas mit einem sensationellen Schlenzer zum 2:0 gegen Italien traf, standen 45 Minuten und 27 Sekunden auf der Anzeigetafel.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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