Er hätte der erste Schweizer WM-Held sein können. Mehrfach hatte Ruben Vargas (27) im Startspiel gegen Katar (1:1) den zweiten Treffer auf dem Fuss. Weil sich der Sevilla-Flügel im Abschluss allerdings genau so ineffizient wie seine Teamkollegen zeigte, steht die Nati nach dem ersten Gruppenspiel nur mit einem Punkt da. «Ich hatte keine gute Nacht. Schliesslich gehört es zu meinen Aufgaben, Tore zu schiessen und Vorlagen zu geben», blickt Vargas am Montag zurück.
Für die öffentliche Kritik von Captain Granit Xhaka hat der Luzerner darum auch Verständnis. «Es ist gut, dass er Dinge anspricht. Jeder Spieler, der auf dem Platz stand, muss damit umgehen können», so Vargas. Gleichzeitig sei es aber auch wichtig, dass die Mannschaft zu dem zurückfinde, was sie neben einer effizienten Offensive und einer sattelfesten Abwehr während der WM-Quali ebenfalls ausgezeichnet hat: «Der Zusammenhalt. Wir müssen als Gruppe zusammenbleiben.»
Von schlechter Stimmung innerhalb der Nati will Vargas aber nicht sprechen. Er beziehe sich mit seiner Aussage vor allem auf Einflüsse von aussen. «Auch wenn ich keiner bin, der jeden Tag die Zeitung liest, bekommt man natürlich teilweise mit, was geschrieben wird. Da prasselt viel auf uns ein», findet der 62-fache Nationalspieler. «Wir sollten uns aber nicht auffressen, weil wir ein Spiel nicht gewonnen haben.» Damit hat Vargas nicht unrecht. Nach heiler Nati-Welt klingt das trotzdem nicht.
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