Foto: TOTO MARTI

«Ich weiss, was ich nicht kann»
Drückt EM-Entdeckung Aebischer auch der WM den Stempel auf?

An der EM vor zwei Jahren war Michel Aebischer (29) die grosse Schweizer Entdeckung. Nach einer schwierigen Saison mit Pisa will sich der Fribourger nun an der WM ins Rampenlicht spielen.
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Michel Aebischer geht mit der Nati in sein drittes grosses Turnier.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Michel Aebischer spielt an der WM 2026 nach starker Testphase wichtigere Rolle
  • Yakin schätzt Aebischers Vielseitigkeit: Spielte auf verschiedenen Positionen erfolgreich
  • Knapp 3000 Spielminuten in 12 Monaten, Zukunft bei Top-Klub angestrebt

So richtig kann es sich auch Michel Aebischer (29) selbst nicht erklären. Monatelang pendelte der Fribourger in der Nati zwischen Startelf und Ersatzbank – nur um für ein grosses Turnier plötzlich zum Stammspieler aufzusteigen. «Ich kann relativ gut mit Druck umgehen. Vielleicht spiele ich darum immer an grossen Turnieren», so der Mittelfeldspieler.

An der EM vor zwei Jahren hatte Aebischer vor dem Turnierstart kaum jemand auf dem Schirm. Doch dann stellte ihn Murat Yakin im Startspiel gegen Ungarn überraschend als Aussenverteidiger in die Startelf. Und im gesamten Turnierverlauf verpasste der Allrounder am Ende nur zwei Minuten.

«Bin nicht gerne auf der Titelseite»

Nach seinen beiden überzeugenden Testspiel-Auftritten gegen Jordanien (4:1) und Australien (1:1) dürfte Aebischer auch an der WM eine grosse Rolle zukommen. Yakin schätzt vor allem die Polyvalenz des Pisa-Profis. Im ersten Testspiel lief er als linker Aussenverteidiger auf, im zweiten als rechter Flügel. «Ich weiss, was ich gut kann und was ich weniger gut kann. Ich versuche durch meine Qualitäten Lösungen anzubieten», sagt Aebischer.

Dass er trotz seiner überzeugenden Leistungen im Nati-Dress nur selten im Vordergrund steht, stört ihn nicht. «Ich bin keiner, der gerne auf der Titelseite einer Zeitung steht. Viel wichtiger ist mir, dass der Trainer und das Team wissen, was sie an mir haben», so der 40-fache Nationalspieler. «Ich bin zuversichtlich, dass ich auch in diesem Turnier der Mannschaft helfen kann.»

Keine Zukunft in Pisa trotz Kaufpflicht

Auch wenn er mit seinem Klub als Tabellenletzter aus der Serie A abgestiegen ist, zeigt sich Aebischer zufrieden mit seiner persönlichen Saison. Knapp 3000 Minuten stand er in den letzten zwölf Monaten auf dem Platz – so viele wie noch nie in seiner Karriere. Der Wechsel in die Toskana sei darum genau der richtige Schritt gewesen.

Aebischers Zukunft ist aber offen. Weil eine Kaufpflicht im Leihvertrag greift, wird er nicht zu Bologna zurückkehren. Den Gang mit Pisa in die Serie B wird er aber ebenfalls nicht antreten. «Mein Ziel ist es, wieder in einer Top-Liga zu spielen», sagt er. «Ich will die WM nutzen, um mich bei Klubs aufzudrängen.»

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