Blick zu Besuch in der Vargas-WG
«Wenn wir umziehen, dann nur für die Champions League»

Als Kinder malten sie sich aus, wie es wäre, gemeinsam die Schweizer Hymne vor einem Länderspiel zu hören. Heute steht Rubén Vargas vor seiner zweiten WM – und sein Bruder Manuel begleitet ihn noch immer auf Schritt und Tritt.
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Als Kinder träumten Rubén und Manuel Vargas von der grossen Fussballbühne – heute ist sie Realität.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rubén Vargas bereitet sich in Sevilla auf die WM 2026 vor
  • Bruder Manuel zog 2025 mit nach Sevilla und blieb unerwartet dort
  • Vargas hat mit 27 Jahren bereits zwei WM-Teilnahmen und träumt von der Champions League

Als Kinder haben sie sich manchmal vorgestellt, wie es wohl wäre, gemeinsam für die Schweizer Nati aufzulaufen. Irgendwann in einem grossen Stadion. Vor Tausenden Fans. Mit der Hymne vor dem Spiel. Zwei Brüder aus der Innerschweiz mitten auf der grössten Fussballbühne der Welt.

Heute sitzt Rubén Vargas (27) in seinem Haus in Sevilla am Pool und spricht über genau diesen Traum – und darüber, wie speziell es sich anfühlt, dass er nun tatsächlich vor seiner zweiten Weltmeisterschaft steht. «Wir sind sehr stolz auf Rubén und dankbar, dass er gesund ist und wieder dabei sein kann», sagt sein jüngerer Bruder Manuel (24).

Die Sonne brennt an diesem Nachmittag auf die Terrasse, irgendwo läuft leise Musik, im Garten stehen Fussballtore und verstreute Bälle auf dem Rasen. Auf dem Couchtisch liegt eine Fussballer-Bibel. Die Kraft aus seinem Glauben konnte Rubén Vargas in den letzten Wochen und Monaten gut gebrauchen.

Eigentlich wollte Bruder Manuel nur beim Umzug helfen

Es sind intensive Monate gewesen für den Schweizer Nationalspieler. Der FC Sevilla taumelte lange gefährlich nahe am Abstieg, erst ganz spät gelang der Klassenerhalt. Eine ungewohnte Situation für einen Klub mit grosser Geschichte und diesen Ansprüchen. «Hier gibt es eine andere Art von Druck und Leidenschaft», sagt Rubén ruhig. «Natürlich haben wir uns alle eine andere sportliche Entwicklung erhofft.»

Niedergeschlagen wirkt er trotzdem nicht. «So ist Fussball», sagt er. «Man hat in ganz Europa gesehen, wie schnell grosse Traditionsvereine plötzlich im Abstiegskampf landen können.» Gerade diese schwierigen Monate hätten ihn weitergebracht. «Am Ende bin ich einfach dankbar, dass ich das machen darf, was ich am meisten liebe: Fussball spielen auf höchstem Niveau.»

Dass er diese schwierige Phase nicht alleine erleben musste, bedeutet ihm enorm viel. Als Rubén Anfang 2025 nach Sevilla wechselte, kam Manuel ursprünglich nur mit, um beim Umzug zu helfen. Geplant waren ein paar Wochen. Daraus wurde eine feste WG. «Er hat sich hier so wohlgefühlt, dass er einfach geblieben ist», erzählt Rubén. «Die Lebensqualität hier ist enorm», ergänzt Manuel. «Es macht etwas mit dir, wenn du jeden Morgen mit Sonne aufwachst.»

Nati-Star probierte sich zunächst beim Baseball

Die beiden Brüder wirken wie beste Freunde. Sie lachen viel, ergänzen sich gegenseitig und sprechen mit einer grossen Selbstverständlichkeit übereinander. Fast so, als gäbe es den einen nicht ohne den anderen. «Wenn Rubén Erfolg hat, feiern wir gemeinsam», sagt Manuel. «Und wenn etwas nicht läuft, bin ich die erste Person, die ihn wieder aufbaut.»

Während Manuel früh Fussball spielte, probierte sich Rubén als Bub zunächst noch im Baseball. Dass er am Ende zum Fussballstar wurde, sehen beide heute fast als Mischung aus Talent, Timing und etwas Zufall. «Manchmal entscheiden kleine Details über eine Karriere», sagt Rubén. Während er früh zum FC Luzern wechselte und seinen Weg Richtung Profifussball einschlug, blieb Manuel zunächst beim Dorfverein. Nachgetrauert habe er dem Traum aber nie. «Es ist doch nur schon schön, dass es einer aus der Familie geschafft hat. Zudem war mir immer bewusst, auf wie vieles Rubén verzichten musste», sagt er. «Viele Dinge, die ich erleben durfte, konnte er wegen des Fussballs nicht machen.»

Brüder werden im Gym verwechselt

Heute analysieren die Brüder jedes Spiel gemeinsam. Nach Partien sitzen sie oft bis spätabends zu Hause, schauen Szenen nochmals an und diskutieren ehrlich über Aktionen, Laufwege oder Entscheidungen. «Ich sage ihm direkt, wenn ich etwas anders gemacht hätte», erzählt Manuel. Genau das schätze Rubén an seinem Bruder. «Wir können uns die Wahrheit sagen, weil wir beide nur das Beste füreinander wollen.»

Auch die optische Ähnlichkeit der beiden ist mittlerweile in Sevilla ein Thema. Im Gym oder auf der Strasse wird Manuel regelmässig mit seinem Bruder verwechselt. «Wenn der FC Sevilla verloren hat, musste auch ich manchmal überlegen, ob ich wirklich rausgehen will», sagt er lachend.

Während Rubén auf dem Platz Leistung bringt, verfolgt Manuel längst seinen eigenen Traum. Mit seiner Kleidermarke Boaz baut er sich Schritt für Schritt etwas Eigenes auf. Prozesse, Marketing, neue Kollektionen – das Projekt wächst. «Inzwischen werde ich manchmal sogar wegen den Boaz-Kleidern erkannt und nicht mehr nur als kleiner Bruder von Rubén», sagt er stolz.

Outfitcheck für die Nati

Der grosse Bruder verfolgt diese Entwicklung mit sichtbarer Freude. «Er arbeitet nonstop», sagt Rubén. Sogar Teamkollegen würden sich inzwischen für die Marke interessieren. «Zuletzt fragte mich Johan Manzambi nach der neuen Kollektion.»

Das gemeinsame Interesse für Mode spielt auch bei der Schweizer Nati eine Rolle. Vor dem Zusammenzug im Teamhotel besprechen die Brüder das Outfit von Rubén. «Unser Zusammenzug ist noch nicht ganz eine Fashion Show wie in Frankreich», sagt Rubén lachend. «Aber natürlich wollen wir uns stylish anziehen, wenn wir uns schon mal in privater Kleidung zeigen können.»

Trotz allem Lifestyle ist der 27-Jährige extrem fokussiert auf seinen Körper. Ernährung, Regeneration, private Physiotherapie – Vargas versucht ständig, kleine Details zu optimieren. «Ich lerne immer mehr darüber, was meinem Körper guttut und wie ich meine Leistung maximieren kann», sagt er. Dazu gehöre auch, sich bei der Ernährung professionell unterstützen zu lassen.

Einen grossen Traum hat Rubén noch

Dieser hat nun Ferien, während Rubén in Nordamerika bei der Weltmeisterschaft alles für die Schweiz gibt. Manuel und die gesamte Familie werden ihn ab dem ersten Spiel gegen Katar vor Ort unterstützen und während des ganzen Turniers vor Ort sein. Wo es nach der Weltmeisterschaft weitergeht, steht noch in den Sternen. Obwohl Rubén noch langfristig einen Vertrag besitzt, gab es bereits im letzten Sommer intensives Interesse anderer Vereine wie Villarreal. Und der Nati-Flügel macht kein Geheimnis daraus, dass er noch einen grossen Traum hat. «Ich möchte unbedingt einmal Champions League spielen», sagt er entschlossen.

«Rubén hat es verdient und ich wünsche es mir für ihn, dass er das mal erleben darf», so Manuel dazu. Und bestätigt: «Falls die Vargas-WG umzieht, geht es nicht um die Liga, den Klub oder das Land. Sondern um den Traum der Königsklasse.»

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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1
Mexiko
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0
0
0
2
Südafrika
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0
0
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3
Südkorea
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0
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Tschechien
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K.o.-Phase
Gruppe B
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Kanada
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0
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Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
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2
Marokko
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Haiti
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Schottland
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USA
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Paraguay
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Australien
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Türkei
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Gruppe F
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Niederlande
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2
Japan
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0
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Schweden
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0
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Tunesien
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Belgien
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Ägypten
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Neuseeland
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Gruppe H
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Spanien
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
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Gruppe I
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Frankreich
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Irak
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1
Argentinien
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Algerien
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K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
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1
Portugal
Portugal
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2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
Usbekistan
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K.o.-Phase
Gruppe L
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England
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Kroatien
Kroatien
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K.o.-Phase
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