Es ist ein Spiel auf ein Tor, das sich im Stade de Genève abspielt: Servette-Chênois geht in seiner ersten Partie der Women's Champions League gegen OL Lyonnes gleich mit 0:8 unter. Auch alle anderen Statistiken sprechen dabei eine klare Sprache: Die Servettiennes haben nur rund 30 Prozent Ballbesitz und verzeichnen genau einen Abschluss – demgegenüber kommen die Gäste aus Lyon auf 29 Versuche.
Der Champions-League-Rekordsieger (acht Titel), der beim Gastspiel in Genf unter anderem mit der ehemaligen Weltfussballerin Ada Hegerberg und der spanischen Weltmeisterin Salma Paralluelo antritt, schnürt die Genferinnen von Beginn weg hinten ein. Diese halten das nur acht Minuten durch, dann liegt der Ball erstmals im Netz. Nati-Verteidigerin Ballesté lenkt eine Hereingabe von Hegerberg unglücklich ins eigene Tor ab.
Der Druck auf das Genfer Tor nimmt in der Folge nicht wirklich ab, im Gegenteil: Egurrola trifft nach 22 Minuten den Pfosten, ehe Katoto sechs Minuten später Ballesté austanzt und den Ball gefühlvoll zum 2:0 ins Genfer Tor schlenzt. Katoto mit ihrem zweiten Treffer und Dumornay mit einem hübschen Lupfer stellen noch vor dem Seitenwechsel auf 4:0.
Zwei Eigentore von Servette
In diesem Stil geht es auch nach der Pause weiter: Nur zwei Minuten sind gespielt, da lässt sich die Genfer Verteidigung von einem Hackentrick ausspielen. Alleine vor Servette-Torhüterin Weimar lässt sich Katoto nicht zweimal bitten und macht ihr Dreierpack perfekt. Nach Dumornays zweitem Tor (54.) bekundet das Heimteam beim 0:7 nach 68 Minuten wieder Pech, als auch Sobal bei ihrem Klärungsversuch auf der Linie ein Eigentor unterläuft.
Sobal ist es auch gewesen, die fünf Minuten zuvor noch das praktisch einzige offensive Lebenszeichen der Genferinnen abgegeben hat. Ihr Abschluss ist aber kein Problem für Grohs im Lyon-Tor. So bleibt der Ehrentreffer aus – die eingewechselte Benyahia erzielt nach 89 Minuten gar noch das 8:0 für die Gäste.
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