Darum gehts
- U19-Frauen-Nati startet EM-Abenteuer am Sonntag in Bosnien & Herzegowina
- Trainerin Maglia lobt starken Teamgeist trotz Prüfungsstress
- Ziel: Halbfinale erreichen, mindestens Platz zwei in der Gruppe
Aus Sicht der U19-Frauen-Nati ist es endlich so weit: Am Sonntag startet die Schweiz in ihr EM-Abenteuer in Bosnien & Herzegowina. Als erste Gegnerinnen trifft die Nati gleich auf einen ganz grossen Brocken: Gegen Gruppenfavorit Spanien gilt es um 14 Uhr ernst.
Trainerin Veronica Maglia (36) ist sich der Herausforderung bewusst, wie sie an einem Medientermin gegenüber Blick verrät: «Wir haben versucht zu analysieren, wie sie taktisch agieren und wo wir unsere Chancen haben.»
Maglia, die einst selbst in der Nachwuchs-Nati spielte, sieht aber durchaus Möglichkeiten gegen die grossen Gegnerinnen: «Ich habe sehr schnell gespürt, dass dieses Team einen speziellen Spirit hat. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist sehr stark.» Es sei allen wichtig, dass sie ein Teil des Ganzen sind, so Maglia.
Herausfordernder Zusammenzug
Stolpersteine gab es einige, auch in der Vorbereitung lief nicht alles immer glatt. Beim letzten Zusammenzug in Magglingen BE Anfang Juni sind einige Spielerinnen noch im Prüfungsstress gewesen. Angesprochen auf diese Frage, seufzt Maglia tief: «Die Abschlussprüfungen in der Schweiz lassen sich nicht verschieben, was auch gut und richtig ist. Wir haben den Spielerinnen die Wahl gelassen, wann sie einrücken wollen, damit sie alles koordinieren können.» Auch gebe es in der Nati immer wieder eingeplante Zeit, die für die Schule vorgesehen ist, damit die Spielerinnen Verpasstes aufarbeiten können.
Das ambitionierte Ziel ist klar: Die nächste Runde – sprich der Halbfinal – soll erreicht werden. Dafür müssen sich die Schweizerinnen in der Gruppe mit Spanien, Island und Österreich mindestens den zweiten Platz sichern. So oder so ist sich Maglia aber sicher: «Es wird für die Spielerinnen enorm lehrreich sein und eine besondere Erfahrung. Wir können uns auf eine mutige Schweiz freuen.»