Zweimal Rot und Abrashi-Blut
GC bleibt nach Barrage-Drama in der Super League

GC setzt sich in der Verlängerung des Barrage-Rückspiels gegen Aarau durch und schafft den Klassenerhalt. Aarau muss ein weiteres Jahr auf den Aufstieg warten.
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Jubel bei GC: Der Rekordmeister bleibt in der Super League.
Foto: keystone-sda.ch

Das Spiel

Kein Vergleich zur Gähn-Veranstaltung am Montag: Das Barrage-Rückspiel lebt von Tempo, Intensität und phasenweise fussballerischer Klasse. Insbesondere die beiden Tore in der ersten Halbzeit durch Hopper Zvonarek und Aaraus Filet sind Kandidaten fürs Highlight-Video der Saison.

GC ist vor allem in der Startphase besser. Die meiste Gefahr geht von Krasniqi und Asp Jensen aus. Es fehlen aber die zwingenden Chancen, um den Puls des eigenen Anhangs zu senken. Spätestens als Lee kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit für eine saudumme Tätlichkeit Rot sieht, kochen die Emotionen hoch. 

In der Verlängerung fliegt auch Aaraus Obexer vom Platz, weil er den eingewechselten GC-Captain Abrashi mit dem Fuss im Gesicht trifft. 

Die Entscheidung fällt in der Verlängerung, als Hassane für GC einen Penalty herausholt, den Ngom zum 2:1 versenkt. Darauf hat Aarau keine Antwort mehr. GC bleibt in der Super League, während die Aargauer eine weitere Saison mit dem Prädikat «unaufsteigbar» leben müssen. 

Die Tore

30. Minute, Lovro Zvonarek, 1:0. Asp Jensen findet im 16er Lee. Dieser legt zurück auf Zvonarek, der mit einem Flachschuss in die weite Ecke vollendet. 

44. Minute, Elias Filet, 1:1. Was für ein Traumtor! Nach einem Einwurf nimmt Filet den Ball mit der Brust an und sorgt per Seitfallzieher für den Ausgleich. 

110. Minute, El Bachir Ngom, 2:1. Hassane kommt im Strafraum zu Fall. Schiri Schnyder entscheidet sofort auf Penalty – unter heftigem Protest der Aarauer. Den kapitalen Elfmeter versenkt Ngom souverän. 

Das gab zu reden

Die Hoppers müssen ohne Captain und Vize-Captain auskommen. Auf Amir Abrashi verzichtet Zeidler freiwillig. Der Routinier muss wie schon im Hinspiel auf der Bank Platz nehmen. Dirk Abels hätte der GC-Coach dagegen gerne eingesetzt. Der Holländer fällt aber mit einem Muskelfaserriss aus und verpasst damit sein letztes Spiel im GC-Dress. Abels’ Vertrag läuft im Sommer aus. Mit Sven Köhler führt ein Winter-Neuzugang die Hoppers mit der Binde aufs Feld. 

Der Beste

Samuel Krasniqi. Unglaublich, was für eine Energie der Ex-Aarauer auf den Letzirasen bringt. Alleinunterhalter! Jeder einzelne GC-Angriff läuft über den Flügel. Auch beim 1:0 involviert. Nur der starke Hübel bringt ihn um einen eigenen Treffer.

Der Schlechteste

Michael Frey. Auch das Rückspiel läuft am GC-Stürmer vorbei. Ein Kopfball in der Startphase, danach komplett abgemeldet. Kommt in fast 160 Barrage-Minuten am Ende auf zwei Abschlüsse.

Der Schiedsrichter

Urs Schnyder drückt häufig ein Auge zu, hat die Partie aber immer unter Kontrolle. Auch sein Platzverweis gegen Lee ist richtig. Zwar ist die Tätlichkeit des GC-Stürmers nicht übermässig brutal, dafür aber komplett unnötig. VAR Lukas Fähndrich bleibt ohne Einsatz.

Die Fans

18’763 Fans – darunter um die 4000 aus Aarau – sorgen im Letzigrund für einen neuen GC-Saisonrekord.

So gehts weiter

Saisonschluss in der Super League. Am Sonntag steht einzig noch der Cupfinal zwischen St. Gallen und SLO auf dem Programm. 

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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