Zum Aufstieg der Ländle-Kicker
Vaduz in der Super League – ja, das ist ein Problem

Das Fürstentum jubelt: Der FC Vaduz steigt in die Super League auf. Doch er darf nie Meister werden. Ein Problem für die Schweizer Liga, schreibt Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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Der FC Vaduz darf über den Aufstieg jubeln.
Foto: Michael Zanghellini/freshfocus
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Emanuel GisiSportchef

Ein Klub aus dem kleinen Fürstentum kämpft sich durch die Challenge League und klopft an die Tür zur höchsten Spielklasse. Klingt romantisch. Für die Super League ist der Aufstieg des FC Vaduz aber ganz schlecht.

Das Rheinpark Stadion fasst 7000 Zuschauer – an einem normalen Matchabend kommen vielleicht 1500. Basel, YB, der FCZ – sie alle bringen volle Kurven, Rivalität, Einnahmen. Vaduz? Da kommt gar nichts.

Schwerer aber wiegt ein strukturelles Problem: Der FC Vaduz kann niemals Schweizer Meister werden. Als Mitglied des Liechtensteiner Fussballverbands – nicht des SFV – darf er die höchste Schweizer Liga nicht gewinnen, selbst wenn er Erster wird in der Super League.

Infos zur Barrage

Hinspiel
Montag, 18. Mai, 20.15 Uhr: Aarau– GC im Brügglifeld

Rückspiel
Donnerstag, 21. Mai, 20.15 Uhr: GC – Aarau im Letzigrund

Anders als in der Challenge League wird der VAR in beiden Partien eingesetzt.

Wer in beiden Spielen am meisten Tore erzielt (keine Auswärtstor-Regel), spielt in der nächsten Saison in der Super League. Bei Gleichstand gibts im Rückspiel zweimal 15 Minuten Verlängerung und allenfalls ein Penaltyschiessen.

Beide Spiele werden nicht im Free-TV übertragen, sondern sind nur beim Pay-TV-Sender Blue Sport live zu sehen.

Hinspiel
Montag, 18. Mai, 20.15 Uhr: Aarau– GC im Brügglifeld

Rückspiel
Donnerstag, 21. Mai, 20.15 Uhr: GC – Aarau im Letzigrund

Anders als in der Challenge League wird der VAR in beiden Partien eingesetzt.

Wer in beiden Spielen am meisten Tore erzielt (keine Auswärtstor-Regel), spielt in der nächsten Saison in der Super League. Bei Gleichstand gibts im Rückspiel zweimal 15 Minuten Verlängerung und allenfalls ein Penaltyschiessen.

Beide Spiele werden nicht im Free-TV übertragen, sondern sind nur beim Pay-TV-Sender Blue Sport live zu sehen.

Was das für die Liga bedeutet? Dass ein Startplatz von einem Klub besetzt wird, der den grössten sportlichen Anreiz, den Titel, nicht anstreben kann. Das verzerrt den Wettbewerb, auch wenn es formal legal ist. Eine Liga, in der ein Teilnehmer im Vornherein aus dem Titelrennen ausgeschlossen ist, hat ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Man stelle sich vor, Vaduz gelänge nächste Saison, was Aufsteiger Thun soeben geschafft hat. Die Nummer 1 der Liga dürfte sich nicht Meister nennen. Eine Lachnummer, ein mieser Witz.

Das ist nicht die Schuld der Liechtensteiner. Die haben den Aufstieg nicht gestohlen und haben für ihre sportliche Leistung Respekt verdient. Absurd ist es trotzdem.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
37
28
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
37
25
69
3
FC Lugano
FC Lugano
37
13
64
4
FC Sion
FC Sion
37
23
62
5
FC Basel
FC Basel
37
1
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
37
11
54
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
37
7
50
2
Servette FC
Servette FC
37
6
50
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
37
-12
42
4
FC Zürich
FC Zürich
37
-21
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
37
-28
30
6
FC Winterthur
FC Winterthur
37
-53
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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