Zaubertrank für die Espen?
Das ist St. Gallens Miraculix

Die Konkurrenz reibt sich die Augen: Weshalb kann die St. Galler Rasselbande laufen bis zum Umfallen – oder gar noch darüber hinaus? Das Geheimnis des Leaders.
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Simon Storm ist der «Miraculix» in St. Gallen
Foto: Blicksport
Max Kern

Steckt ein unbekanntes, bisher noch nicht verbotenes Dopingmittel hinter dem St. Galler Wunder? Verteilen sie in der Espen-Kabine Wunderpillen?

Fakt ist: Das Rezept für den überraschenden Erfolg ist relativ einfach. Pressing, Gegen-Pressing. Oder: Ganz einfach viel, viel Laufen. Vor allem in der gegnerischen Hälfte.

Einer der wenigen routinierten Spieler beim neuen Tabellenführer (punktgleich mit Meister YB mindestens bis heute Abend) sagt hinter vorgehaltener Hand: «In englischen Wochen könnten wir dieses horrende Tempo nicht durchziehen...»

Kein Zaubertrank in St. Gallen

Wer ist beim FCSG verantwortlich für die Fitness, wer ist St. Gallens Miraculix? Comic-Fans erinnern sich: Bei «Asterix und Obelix» ist «Miraculix» im gallischen Dorf ein ehrwürdiger Druide mit langem, weissem Bart, der einen Zaubertrank mixt, der übermenschliche Kräfte verleiht.

St. Gallens Miraculix heisst Simon Storm. Der 38-jährige Vorarlberger ist Physio-Therapeut und Leiter der Medizinischen Abteilung. Seit 2009 im Klub. Zwar wurde Storm am 1. Juli 2017 in der Zeit von Trainer Giorgio Contini überraschend entlassen. Doch in einer seiner ersten Amtshandlungen hat der neue Präsident Matthias Hüppi Miraculix im März 2018 wieder installiert.

Reden darf Miraculix zurzeit nicht. Haben sie beim FCSG Angst, dass er das Wunder-Rezept ausplaudert?

«Wir laufen nicht mehr als andere»

Doping, Wunderpillen? Nichts von all dem, sagt Peter Zeidler. Der Trainer zu BLICK: «Das Besondere ist der Teamgeist. Der eine motiviert den anderen. Wenn du als Spieler siehst, dass der andere läuft, dann musst du auch laufen. Wenn Itten sieht, dass Babic den gegnerischen Goalie neunmal vergeblich anläuft, es dann aber beim zehnten Mal klappt, dann motiviert ihn das, ebenfalls so viel zu laufen.»

Wie viel laufen sie denn, die Spieler des FC Laufwunder? «Wir laufen nicht nicht mehr als andere», behauptet Zeidler. Elf, höchstens 12 Kilometer pro Spiel. Vergleiche mit den Konkurrenten YB oder Basel sind schwierig. Die Klubs behalten die Zahlen für sich. Experten sind sich aber einig: Die St. Galler laufen der Konkurrenz davon. Ihr Vorteil: Zeidler setzt seit Saisonbeginn zum Teil auf bis zu acht (!) Spieler, die auch noch für die U21 auflaufen könnten. Junge, die schneller regenerieren als 30-Jährige. Und seit Mitte September 2019 und dem Cup-Out gegen Winterthur (0:2), laufen die Grün-Weissen nur noch in einem Wettbewerb. Dafür auf Hochtouren.

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