YB-Knipser vor seinem dritten Turnier
Ärzte glaubten nicht mehr an Fassnachts WM-Teilnahme

Rechtzeitig vor einem grossen Turnier hat Christian Fassnacht mal wieder den Sprung ins Nati-Kader geschafft. Der YB-Profi sieht sich als Teamplayer – aber nicht nur.
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Christian Fassnacht bestreitet seine zweite WM.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Christian Fassnacht (32) steht im WM-Kader der Schweiz; es ist sein drittes grosses Turnier
  • Nach Achillessehnenverletzung schaffte er drei Tore in drei Spielen
  • Er hat 18 Super-League-Treffer auf dem Konto und ist Torschützenkönig trotz turbulenter YB-Saison

Die grosse Qualität von Christian Fassnacht (32)? Im richtigen Moment da zu sein. Das hat der YB-Flügel in dieser Saison nicht nur mit 18 Super-League-Treffern, sondern auch mit seinem WM-Aufgebot bewiesen. Obwohl er für die Schweiz bislang «nur» 533 Minuten auf dem Platz gestanden ist, reist Fassnacht bereits an sein drittes grosses Turnier.

Ein wenig sei er schon überrascht gewesen, verrät der Zürcher am Donnerstag im Nati-Camp in St. Gallen. «Es ist aber nicht so, dass ich überhaupt nicht damit gerechnet hätte. Ich hatte noch keine Ferien gebucht.» Anders hat das im vergangenen Herbst ausgesehen, als Fassnacht für die letzten beiden WM-Quali-Spiele nach fast zweieinhalb Jahren unerwartet zu seinem Nati-Comeback gekommen ist. «Damals war die Überraschung sicher grösser als jetzt. Da wusste ich, dass ich auch bei der WM eine Rolle spielen kann», so der Offensivmann.

Danach sah es vor ein paar Wochen aber nicht mehr aus: Mitte April zog sich Fassnacht eine Verletzung an der Achillessehne zu. «Wenn es nach den ersten Ärzten gegangen wäre, hätte ich in der verbleibenden Saison vermutlich nicht mehr gespielt», blickt er zurück. Doch der 21-fache Nationalspieler setzt sich ein klares Ziel: noch vor Saisonende auf den Platz zurückzukehren, um seine WM-Chancen intakt zu halten.

«Beste Saison meiner Karriere»

Das gelang Fassnacht mit drei Toren in den letzten drei Spielen eindrücklich. Doch nicht nur aufgrund seiner Knipserqualitäten hat er am Ende den Sprung in den 26 Spieler umfassenden WM-Kader geschafft. «Ich bin mir meiner Rolle bewusst», sagt er auch selbst. «Ich denke, dass ich jemand bin, den man gerne im Team hat. Logisch, habe ich meine Ambitionen. Aber ich bin keiner, der Stunk macht, wenn es mal nicht für Einsatzminuten reicht.»

Dabei hat Fassnacht in dieser Saison durchaus gute Argumente für den einen oder anderen WM-Einsatz geliefert. Trotz der katastrophalen Berner Saison hat sich der Flügelspieler die Auszeichnung des Super-League-Torschützenkönigs gesichert. «Dass ich trotz dieser für den Verein turbulenten Phase meine beste Profisaison gespielt habe, macht mich enorm stolz», sagt Fassnacht. Diese krönt er nun mit seiner dritten Teilnahme an einem grossen Turnier.

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