Kubi vergleicht den YB-Überknipser mit Jean-Pierre Nsame
Essende hat schon so viele Tore wie die Könige von 2024

Hinten ist YB ein totales Desaster. Offensiv läufts aber nach wie vor wie geschmiert. Samuel Essende schiesst gerade alles kurz und klein. Er hat jetzt schon so viele Tore auf dem Konto wie die Torschützenkönige von vor drei Jahren …
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Samuel Essende überspringt derzeit jede offensive Hürde mit unerhörter Leichtigkeit.
Foto: Toto Marti

Darum gehts

  • Bei YB läuft in der Defenisve gar nichts, dafür ist Samuel Essende auf Rekordwegen
  • Der Berner Knipser könnte gar den YB-Bestwert von Geni Meier brechen
  • Blick-Kolumnist Türkyilmaz vergleicht Essende mit YB-Legende Jean-Pierre Nsame
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Alain KunzReporter Fussball

14 Tore in 12 Spielen. Damit hat Samuel Essende (28) nach gut einem Drittel der Meisterschaft bereits so viele Tore geschossen wie Chadrac Akolo, Zan Celar und Kevin Carlos – die Torschützenkönige aus der Saison 2023/24! Dazu hat der Franko-Kongolese in den letzten sechs Spielen immer getroffen und gegen den FCZ das vierte Doppelpack geschnürt.

Essende könnte sogar die YB-Bestmarke von Eugen «Bomben»-Meier aus der Saison 1952/53 gefährden. Der Berner Überstürmer jener Epoche, in welcher Gelbschwarz von 1957 bis 1960 vier Meistertitel holte, erzielte damals 32 Tore in 26 Spielen – wie auch der Basler Seppe Hügi, weshalb sie sich die Torschützenkrone teilen mussten. Das ergibt einen Schnitt von 1,23 Toren pro Match. Essende liegt bei 1,16.

Peter Risi hat den höchsten Schnitt: 1,27 Tore pro Spiel

Aber eben: Wir müssen bereits in Epochen eintauchen aus Zeiten, die nur noch wenige live erlebt haben. Wenn wir in den Annalen ein bisschen weniger weit zurückblättern, so denken wir an den genialen Servette-Knipser John Eriksen (†45), der in der Saison 1987/88 36 Tore in ebenso vielen Spielen erzielte. Der Letzte, der eine bessere Quote hatte als Essende, ist der ebenfalls viel zu früh verstorbene Nidwaldner Peter Risi (†60), der für den FCZ 1975/76 33 Tore in 26 Spielen schoss, was den unfassbaren Schnitt von 1,27 Goals pro Match ergab. Denselben Wert erreichte der ebenfalls zu früh von uns gegangene Hopper Branislav Vukosavlijevic (†57) 1955/56.

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Und um den historischen Reigen zu komplettieren: Die absolute Bestmarke wurde beim frühestmöglichen Termin gesetzt: gleich in der ersten Saison nach Gründung der Nationalliga 1933. Servettes legendärer Hornbrillenträger Leopold Kielholz (†69) schoss in der Saison 1933/34 unerreichte 40 Tore. Schnitt: 1,54.

Kubi: «Essende ist einer wie Nsame»

Zurück in die Gegenwart. Blick-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz, der erstaunlicherweise nie Torschützenkönig war – sein Bestwert lag bei 22 Toren – vergleicht Essende fast schon deckungsgleich mit Jean-Pierre Nsame (33), dem Rekordstürmer in der Ära Spycher. 2019/20 traf der Kameruner 32-mal, was einen Schnitt von 1,17 ergab: «Die beiden sind für mich Zwillinge! Sie haben die gleichen Moves drauf, auch ihre koordinativen Fähigkeiten sind praktisch identisch. Und ebenso ihre Schlitzohrigkeit.»

Ganz typisch hierfür sei das zweite Tor von Essende beim 3:5 gegen den FCZ gewesen, als dieser, hinter seinem Bewacher stehend, in einem Sekundenbruchteil sein Bein vor jenes des Verteidigers setzte und so traf. Vielleicht, so sinniert der Tessiner, sei Essende einen Tick eleganter als der Kameruner Nsame, der heute für Pogon Stettin in der polnischen Ekstraklasa spielt und diese Saison noch kein Tor gemacht hat.

... Aber Lugano wird Meister, nicht YB

Komme hinzu, so Kubi, «dass ich das Gefühl habe, dass Essende derzeit grossen Spass an seinem Job hat». Und deshalb ist er sicher: «Der YB-Knipser wird Torschützenkönig. Fraglos.» Im Gegensatz dazu steht der Meistertitel, der aus der Sicht von Kubi für YB nach der Schlappe gegen den FCZ nicht mehr zu holen ist. «Mit dieser Attitüde, mit welcher YB spielt, und mit dieser Defensive ist nichts zu machen. Lugano ist schlicht stärker.» Gerade in der Defensive.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
12
26
34
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
12
15
25
3
FC Sion
FC Sion
12
7
23
4
FC Zürich
FC Zürich
12
-1
20
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
12
-3
19
6
Servette FC
Servette FC
12
1
16
7
FC Basel
FC Basel
12
-4
14
8
FC Luzern
FC Luzern
12
-6
13
9
FC Thun
FC Thun
12
-10
13
10
FC Vaduz
FC Vaduz
12
-1
10
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
12
-13
10
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
12
-11
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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