Er hat mit Xherdan Shaqiri gespielt und mit Justin Hammel. Im Podcast FORZA! nimmt Blick-Experte Pascal Schürpf (37) die grössten Brennpunkte der Super League unter die Lupe. Von seiner Heimatstadt Basel bis zum strauchelnden Meister Thun.
Pascal Schürpf über …
… den auslaufenden Vertrag von Shaqiri in Basel:
«Es ist eigentlich traurig, wenn man nach dem Match sagen muss: am besten war die Muttenzerkurve. Unglaublich, wie die Fans die Mannschaft bis zum Schluss angepeitscht haben, obwohl man sagen muss: Basel hat schon viel bessere Zeiten erlebt.
Xherdan Shaqiri ist für mich eine spezielle Personalie, weil ich mit ihm noch bei den Junioren zusammengespielt habe. Er ist für mich immer noch der beste Spieler der Liga. Aber auch er braucht Spieler um sich herum, die seine Ideen verstehen und seine Pässe auch verarbeiten können.
Wenn ich seine Spiele sehe, denke ich regelmässig: Ich als Stürmer wäre froh gewesen, hätte ich einen Shaqiri in der Mannschaft gehabt, der solche Bälle spielt! Was ihm derzeit fehlt, sind die Abnehmer. Wenn er die hat und wenn der Trainer es schafft, dass die Mitspieler für ihn laufen? Dann kann er immer noch Gold wert sein. Dann würde ich mit ihm verlängern.»
… die Rote Karte gegen Edimilson Fernandes:
«Ich habe mich so genervt, als ich das gesehen habe. Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, die Video-Assistenten sitzen mit einem Doktorkittel und einer Lupe vor dem Bildschirm und spulen hin und her, bis sie etwas gefunden haben.
Wir haben doch einen Schiedsrichter auf dem Platz. Der sieht die Aktion, der sieht die Geschwindigkeit, er spürt das Spiel. Natürlich siehst du in der Zeitlupe vielleicht noch irgendwo einen Kontakt.
Aber die Frage ist doch: Ist mir im Moment der Grätsche bewusst, dass ich jemanden verletzen kann? Fernandes geht klar zum Ball. Wir wollen doch nicht so weit kommen, dass die Spieler nicht mehr in Zweikämpfe gehen. Sonst machen wir das ganze Spiel kaputt.»
… Justin Hammels Einwechsel-Theater:
«Das war Justin Hammel live! Alle denken, dass er provozieren wollte. Aber er ist Basler, er wollte sicher nicht in Basel provozieren. Er ist einfach so. Er denkt: «Ich komme rein, also lasse ich mir Zeit.» Ich glaube, er hat das genossen.
Er ist ohnehin ein tiefenentspannter Typ. Ich würde mich selbst zu den lustigeren Spielern in der Garderobe zählen. Aber bei Justin hatte ich die grösste Mühe, ihm auch mal ein Lächeln zu entlocken.
Ich habe ihm ein paarmal gesagt, dass er etwas mehr Energie ausstrahlen muss, wenn er einen Transfer weg von GC machen will. Aber er ist und bleibt ein guter Goalie. Und er hat ja auch geliefert, als er mal auf dem Feld war.»
… Albian Ajetis Tore für den FC Lugano:
«Das geschieht, wenn das Umfeld für einen Spieler stimmt, wenn er seine Rolle kennt und wenn er sieht, dass ein Plan vorhanden ist. Dann kommt er ins Training und merkt auch noch, dass im Team richtig Qualität vorhanden ist. Darum wird die Trainingsintensität besser, was dir auch nochmals einen Schub gibt. Und diesen Schub setzt er jetzt um.
Lugano-Trainer Mattia Croci-Torti macht einen Riesenjob. Wenn ich ihn sehe, wie er an der Seitenlinie immer mit Emotionen dabei ist: Das würde mich als Spieler auch jedes Mal kitzeln.»
… die Krise des FC Thun:
«Du kannst den Thunern nicht vorwerfen, dass sie nichts versuchen. Sie wehren sich, sie haben Torgelegenheiten, sie kreieren gute Situationen. Aber es kommt immer so ein kleiner, dummer Fehler, der dann das Spiel entscheidet. Ein Fehlpass, ein Verteidiger, der über den Ball haut.
Noch schlimmer wäre es, wenn sie jeweils komplett chancenlos wären. Als Spieler war es für mich das Schlimmste, wenn ich mich nach dem Spiel gefragt habe, wie wir überhaupt gewinnen wollen. Die Thuner können immerhin in der Video-Analyse ein paar positive Dinge zeigen.
Aber klar: Wenn du in jedem Spiel zwei, drei Böcke drin hast, wird es extrem schwierig.»
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 11 | 25 | 31 | |
2 | BSC Young Boys | 11 | 17 | 25 | |
3 | FC Sion | 11 | 7 | 22 | |
4 | FC Zürich | 11 | -3 | 17 | |
5 | Servette FC | 11 | 2 | 16 | |
6 | FC St. Gallen | 11 | -4 | 16 | |
7 | FC Basel | 11 | -3 | 14 | |
8 | FC Luzern | 11 | -6 | 12 | |
9 | FC Thun | 11 | -11 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 11 | -1 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 11 | -13 | 9 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 11 | -10 | 6 |