Wirbel um Ellbogen-Attacken
YB-Trainer Wicky sauer auf Rotsünder Elia

Super-League-Leader YB startet mit einem Sieg im verschneiten Letzigrund standesgemäss ins Jahr. Aber Trainer Raphael Wicky passte die Nachspielzeit nicht.
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Rot zum Jahresauftakt: YB-Stürmer Meschack Elia (r.) sieht nach seinem Ellbogenschlag von Schiri Luca Cibelli Rot.
Foto: keystone-sda.ch
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Als die drei Punkte gegen GC eigentlich schon im Trockenen sind, wirds bei YB plötzlich noch hektisch: Ein Gegentor und einen Platzverweis passieren in der Nachspielzeit gleich hintereinander. YB-Trainer Raphael Wicky: «Bis auf die letzten fünf Minuten bin ich sehr zufrieden. Diese haben einen faden Beigeschmack, auch wenn der Sieg bei den schwierigen Bedingungen sehr verdient war.»

Was ist passiert? GC erzielt völlig aus dem Nichts durch Joker Felipe De Carvalho noch den 1:2-Anschlusstreffer. Und kurz darauf muss dann auch noch Meschack Elia vorzeitig unter die Dusche. Der YB-Stürmer steht erst eine Viertelstunde auf dem Platz, als er mit einem Ellbogenschlag GC-Verteidiger Ayumu Seko attackiert. Zuerst sieht er von Schiri Cibelli Gelb, doch der Ref wandelt die Karte nach der VAR-Konsultation in eine direkte Rote Karte um.

YB-Stürmer Elia nur Joker und jetzt gesperrt

Wicky ist sauer auf den Rotsünder. «Diese Rote ist einfach total unnötig. Da schaden wir uns selber», sagt der Walliser. Für Elia ist es ein Alptraumstart ins Jahr. Zunächst erhält Joel Monteiro wegen starken Leistungen in der Vorbereitung von Wicky im Sturm den Vorzug. Dann fliegt der Kongolese mit einer dämlichen, viel zu aggressiven Aktion vom Platz und wird nun wohl mindestens zwei Spielsperren kassieren.

Die hitzigen Diskussionen auf dem Platz während der VAR-Untersuchung drehen sich allerdings auch um eine andere Szene, ein paar Minuten zuvor in der 86. Minute. Da kommt GC-Stürmer Renat Dadashov mit Gelb davon, obwohl er im Luftduell mit seinem Ellbogen bei Fabian Lustenberger eine blutige Nase verpasst.

Wicky dazu: «Unsere Rote Karte war sicher eine. Es wäre aber schön, wenn Ellbogen im Gesicht auf beiden Seiten gleich behandelt werden würden.» Auch Torschütze Christian Fassnacht stört sich nach dem Spiel daran, dass Dadashov im Gegensatz zu Elia nur verwarnt wird: «Der Schiedsrichter sagte mir, ich solle die Bilder anschauen, um den Unterschied zu sehen.»

Die TV-Bilder zeigen tatsächlich einen erheblichen Unterschied zwischen den Szenen. Bei Dadashov wäre ein Platzverweis trotz Lustenbergers blutiger Nase enorm hart – während Elias Rundumschlag als Tätlichkeit taxiert werden muss.

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3
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