«Wir werden noch einmal alles raushauen»
Stuttgarter Wunder macht FCL Hoffnung

Luzern steht mit einem Bein in der Barrage. Für den direkten Klassenerhalt muss am letzten Spieltag wirklich alles zusammenpassen. Beim FCL will man sich den irren Bundesliga-Endspurt zum Vorbild nehmen.
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Luzerner Vorbild: Der VfB Stuttgart schaffte den direkten Ligaerhalt in extremis – dank des besseren Torverhältnisses.
Foto: imago/Eibner
Marco Pescio

Die verrückten Bilder aus der Mercedes-Benz-Arena gehen viral! Wataru Endo setzt in der 92. Minute nach einem Corner zum Flugkopfball an, trifft unter die Latte. Und im Stadion brechen alle Dämme! Selbst Trainer Pellegrino Matarazzo rennt in völliger Ekstase zur Eckfahne.

Mit diesem späten 2:1 gegen Köln sichert sich der VfB Stuttgart in extremis den direkten Klassenerhalt! Weil die Hertha in Dortmund mit 1:2 verliert. Und weil die Stuttgarter das bessere Torverhältnis aufweisen als die Hauptstädter, die nun auch in der Relegation gegen den HSV hinten liegen (0:1 im Hinspiel). Die eindrücklichen Jubel-Szenen Tausender weiss gekleideter VfB-Fans kursieren tagelang im Netz.

«Wir haben in der Bundesliga gesehen, dass man bis zum Schluss daran glauben muss – es ist auch bei uns noch alles möglich!», sagt Mario Frick mit Verweis auf die VfB-Rettung vor einer Woche. Der FCL-Coach hofft, dass heute im Letzigrund beim Meister FCZ für sein Team dasselbe Szenario eintrifft. Auch die Innerschweizer können noch den Kopf aus der Barrage-Schlinge ziehen: Dafür braucht es allerdings einen Sieg in Zürich. Und gleichzeitig eine Sion-Niederlage gegen Servette. Dann wäre, wie bei Stuttgart, das bessere Torverhältnis entscheidend. Denn wenigstens in dieser Hinsicht steht der FCL (-13) deutlich besser da als die Walliser (-21).

Gentner will zweite grosse Saison-Erleichterung

«Natürlich sieht es nicht gut aus für uns», meint Frick, «aber wir werden noch einmal alles raushauen, wir fokussieren uns darauf, unsere Chance zu sehen.» Der FCL will diese unbedingt packen – wie der VfB, der Ex-Klub von Mittelfeldspieler Christian Gentner. Wie jetzt in Luzern war der 36-Jährige auch bei seinem Jugendverein Captain. «Gente» erlebte mit den Stuttgartern sowohl Meistertitel (2007) als auch Abstieg (2019).

Im Duell mit Köln vor einer Woche habe er arg mitgelitten: «Ich habe mir erst sogar überlegt, ins Stadion zu gehen, habe die Partie dann aber doch zu Hause in Ruhe vor dem TV verfolgt.» Diese «Erleichterung», die er nach dem Schlusspfiff in der Mercedes-Benz-Arena verspürte, will er auch heute im Letzi erleben. Schwierige Ausgangslage hin oder her!

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