Der FC Winterthur sendet in Luzern ein kräftiges Lebenszeichen. Dank des Siegs in der Swissporarena rücken die Eulachstädter in der Tabelle bis auf fünf Punkte an die Grasshoppers heran. So klein – oder sogar noch kleiner – war der Rückstand letztmals vor 13 Runden, kurz vor Weihnachten. Damals betrug der Abstand nur vier Punkte. Eine gefühlte Ewigkeit her.
Entsprechend gross ist die Freude bei den Winterthurern. Der Siegtorschütze Théo Golliard (23) lässt sich sogar zu einer Kampfansage hinreissen: «Wir glauben die ganze Zeit daran, dass es möglich ist, GC einzuholen. Jetzt sind es nur noch fünf Punkte. Wir sind wieder da. Ich muss nur ein Wort sagen: Aufpassen.»
Setzt FCW den Trend fort?
Es sind grosse Worte – zumal Winterthur weiterhin im Hintertreffen liegt und gegen Luzern über weite Strecken nicht die bessere Mannschaft war. Eigentlich hätte die Partie nach einer halben Stunde bereits zugunsten der Gastgeber entschieden sein müssen. Trotzdem ist Golliards Optimismus nicht ganz unbegründet.
In den letzten drei Partien holte Winterthur fünf Punkte – fünf Zähler mehr als GC im gleichen Zeitraum. «Man kann sagen, dass unsere Aufholjagd bereits nach unserer Negativserie begonnen hat», meint FCW-Coach Patrick Rahmen (56). Setzt sich dieser Trend fort, ist der elfte Platz plötzlich keine Utopie mehr.
Luzern ist Wintis Lieblingsgegner
Allerdings müssen in den verbleibenden acht Spielen auch gegen andere Gegner als nur Lieblingsgegner Luzern Punkte her. Gegen die Zentralschweizer hat Winterthur nämlich sieben seiner bisherigen 19 Punkte geholt.
Warum Luzern dem FCW in dieser Saison so gut liegt? Eine klare Erklärung hat Rahmen nicht. «Wir hatten viele Spiele, in denen wir auf Augenhöhe mit dem Gegner waren. Es fehlte uns oft einfach an Effizienz», sagt der Basler. «Dazu kamen einige sehr umstrittene Schiedsrichterentscheide, die gegen uns ausfielen.»
«Das wird für die Zukunft entscheidend sein»
Die angesprochenen Schiedsrichterentscheide will Rahmen jedoch nicht als Ausrede gelten lassen. Für ihn liegen die entscheidenden Punkte anderswo. «Im Moment verteidigen wir aber zu viel.» Seine Vorstellung sei eine andere: mehr Kontrolle über das Spiel, mehr Ballbesitz.
«In den letzten Spielen ist das teilweise schon besser geworden. Heute in der ersten halben Stunde allerdings wieder nicht. Aber wir müssen wieder dahin kommen, dass wir das Spiel öfter kontrollieren. Das wird für die Zukunft entscheidend sein», so Rahmen. Ob damit auch der Barrage-Platz erreicht werden kann, bleibt offen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 30 | 6 | 49 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 30 | 5 | 45 | |
7 | FC Luzern | 30 | 2 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 30 | -4 | 36 | |
9 | Servette FC | 30 | -8 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -46 | 19 |


