Langsam wirds zur Gewohnheit. Thun lässt den Gegner in Führung gehen – und dreht dann das Spiel. Diesmal noch viel lockerer als am Sonntag gegen YB und am 5. März im Spitzenkampf gegen St. Gallen, als die Berner Oberländer das Spiel drehten und in der Nachspielzeit noch das 2:2 kassierten.
Das Remis gegen die Ostschweizer bleibt der einzige Thuner Punktverlust in diesem Jahr. In bisher elf Spielen 2026 holte der unaufhaltsame Aufsteiger zehn Siege. Am 13. Dezember gab es gegen St. Gallen die letzte Niederlage – das war vor drei Monaten.
Der Thuner Lauf Richtung Meistertitel führt zu einer bemerkenswerten Statistik: Thun hat nun 71 Punkte auf dem Konto – exakt gleich viele wie alle drei Zürcher Klubs zusammen! Das Zürcher Trio liegt geschlossen am Tabellenende.
Zu Beginn der Saison war GC die erste Mannschaft, die Thun geknackt hat und Punkte abknöpfen konnte. Damals im August in der 5. Runde stand es am Ende in der Stockhorn-Arena 1:1. Diesmal sind die Hoppers meilenweit davon entfernt. Die erste Halbzeit ist zwar okay, die zweite dann unterirdisch.
Scheiblehners Ärger
«Das Entscheidende war, dass wir mit dem Rückstand in die Halbzeit gehen», sagt GC-Coach Gerald Scheiblehner. Er ärgert sich eher über die erste Halbzeit, als noch etwas in der Luft liegt. Dennoch: Die Hoppers gehen nur mit einem Tor Rückstand in die zweite Halbzeit. Aber anstatt einer Aufholjagd ist da keine Präsenz, kaum Energie. Die Thuner können schalten und walten, wie sie wollen. Hat GC die Jagd auf den FCZ schon aufgegeben und sind die Hoppers bereits im Barrage-Vorbereitungsmodus?
Scheiblehner blickt in der Tabelle sogar noch weiter zurück: «Wir dürfen Winterthur nicht vergessen, sie sind auch noch in der Liga und haben zuletzt gute Leistungen geboten.» Und er will auch nach diesem Kick Positives sehen: «In der ersten Halbzeit gab es nicht nur gute Ansätze, sondern es war eine gute Leistung!» Das ist nach einem 1:5 natürlich schwierig zu verkaufen. GC hat im neuen Jahr erst einen Ligasieg geholt.
Thun hingegen kann die Meister-Planungen ungestört und sorgenfrei fortsetzen. Im stetigen Schneetreiben im Berner Oberland kommt neben dem Selbstvertrauen aus einem weiteren Kantersieg auch die Erkenntnis dazu, dass man Rückstände auch einfach wegschaufeln kann.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 29 | 4 | 46 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 29 | 3 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 29 | -2 | 36 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |



