«Will FCB-Sportchef werden»
So sieht Stocker seine Zukunft

Vor über einem Jahr ist er zurückgetreten, jetzt steht Valentin Stockers Abschiedsspiel an. Bevor dieses angepfiffen wird, spricht er über seine Zukunft bei Basel und verrät, welche Spieler ihm einen Korb gegeben haben.
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Am Sonntag verabschiedet sich Valentin Stocker von der Fussballbühne.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus

Sein Vertrag beim FC Basel wäre noch ein Jahr gelaufen, doch am 17. Mai 2022 verkündete Valentin Stocker (34) seinen Rücktritt.

Eine Entscheidung, die er aus freien Stücken traf, wie Stocker in einer Medienrunde der «Basler Zeitung» sagte. 416 Partien bestritt er für den FCB, wurde sechsmal Meister und viermal Cupsieger. Der Klub sei jahrelang seine Familie gewesen, natürlich vermisse er das. Deshalb sei er anfangs kaum einmal ins Stadion gegangen. «Ich musste Abstand gewinnen», so Stocker.

«Hätte sie gerne dabei gehabt»

Am Sonntag wird er den Joggeli-Rasen ein letztes Mal als Spieler betreten. Angelehnt an seine Rückennummer 14 wird sein Abschiedsspiel um 14.14 Uhr angepfiffen. «Viele werden kommen, mit denen ich in Rotblau grosse Momente erfahren durfte», sagt er. «Schade nur, dass Spieler wie Yann Sommer, Alex Frei oder Arthur Cabral absagen mussten. Ich hätte sie gerne dabei gehabt.» Franco Costanzo, David Abraham oder Behrang Safari haben dafür zugesagt.

Auch danach soll der FC Basel nicht aus Stockers Leben verschwinden. Im Gegenteil. «Es ist mein Ziel, FCB-Sportchef zu werden», sagt er. Dafür müsse aber der richtige Zeitpunkt kommen. Zuerst müsse er das nötige Wissen und Erfahrung sammeln – so, wie er das mit Stages bei Hertha und Union Berlin tat oder beim FCB mit einem vertieften Einblick ins Scouting-System. Nun folgt der nächste Schritt. «Ich starte im Oktober einen Sportmanagement-Lehrgang der Hochschule Luzern», verrät Stocker. «Dabei geht es aber nicht explizit um Fussball.»

Immer mal etwas kritisch

Dennoch verfolgt er Fussball weiter intensiv. Schon während seiner Karriere habe er das eine oder andere kritisiert. «Auch die vielen Kadermutationen beim FCB», so Stocker. Er habe sich gefragt, ob man das anders machen könne. Das sei einfacher gesagt als getan, da ganz viele Aspekte mitspielen. Fussball spiegle die jüngste gesellschaftliche Entwicklung wider, meint er. Soziale Netzwerke und Reichweite würden wichtig. Weil es immer schneller, besser, höher und weiter sein müsse, blieben viele Dinge auf der Strecke.

So auch bei Stocker. Vieles konnte er gar nicht richtig geniessen. Erst nach seinem Rücktritt kann er viele Momente Revue passieren lassen. Etwa als er einmal über den Barfüsserplatz lief und zum Casino-Balkon hochschaute. «Da wird einem bewusst, wie oft man dort oben gestanden und den Fans zugejubelt hat.» Den Fans, die nun ihm noch einmal als Spieler zujubeln werden. (bir)

«Habe mein Handy auf Flugmodus»
3:05
Stocker weicht Reaktionen aus:«Habe mein Handy auf Flugmodus»
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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
29
34
68
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
29
4
46
5
FC Sion
FC Sion
29
8
42
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
29
3
42
7
FC Luzern
FC Luzern
29
3
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
-2
36
9
Servette FC
Servette FC
29
-6
33
10
FC Zürich
FC Zürich
29
-16
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
29
-14
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
29
-47
16
Meisterschaftsrunde
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