Wieder Barrage-Glück für Hoppers
Eine Rettung als letzte Warnung an L.A.

Die Grasshoppers werden immer mehr zu den Unabsteigbaren. Ein Grund zur Freude ist die erneut geglückte Rettung in der Barrage nicht. Viel eher ist es ein letzter Warnschuss, findet Blick-Fussballchef Tobias Wedermann.
Kommentieren
1/6
Die GC-Fans können aufatmen. Der Liga-Erhalt ist geschafft – mehr aber auch nicht.
Foto: Pius Koller
11_TobiasWedermannKommentar1_11_Kommentar1_Tobias_Wedermann_2024-16361.jpg
Tobias WedermannFussballchef

Wer hat mehr Leben? Eine Katze oder die Grasshoppers? Zum dritten Mal in Folge hat GC ganz tief in den Abstiegsabgrund geschaut und sich in extremis gerettet. Doch auch wenn dieses Jahr beim Rekordmeister wieder gejubelt wird, als hätte man sich für die Champions League qualifiziert, ist der Barrage-Hattrick kein Grund zur Freude, sondern das Ergebnis unendlicher Fehleinschätzungen und falscher Selbstwahrnehmung – und zwar auf allen Ebenen.

Nachdem man schon bei der Übernahme von GC das Unterfangen unterschätzt und sich bei LAFC gleichzeitig massiv selber überschätzt hatte, folgte seit Januar 2024 rund um die 1. Mannschaft eine Fehlentscheidung nach der anderen. Angefangen beim Verschwinden von Hymnen und aufblasbaren Grashüpfern bis hin zu fragwürdigen Trainerentscheidungen, der Besetzung der Managementposten und natürlich Spielertransfers.

Der ehemalige GC-Spieler Alain Sutter wurde als letzte Patrone, Hoffnungsträger und Messias geholt. Doch viel Licht brachte der selbsterklärte Leuchtturm bei den Grasshoppers nicht ins Dunkle. Mag er bei St. Gallen einen guten Job als Sportchef gemacht haben, ist er als Alleinherrscher auf dem Campus in Niederhasli gescheitert. Umgeben von selbst installierten Ja-Sagern musste Sutter kürzlich selber feststellen, dass kein Rädchen, an dem gedreht wurde, so wirklich funktioniert hat. 

Der Nicht-Abstieg ist eine allerletzte Warnung. Am offenen GC-Herzen darf nicht länger herumgepfuscht werden. Es braucht mehr, als die Mängel am GC-Haus nur zu übermalen, die Schäden müssen tatsächlich und nachhaltig behoben werden. Angefangen bei LAFC, die Komödie und Hollywoodstars wie Will Ferrell versprochen und einen Schrecken ohne Ende in Zürich abgeliefert haben.

1/13
Gibt wie immer alles: GC-Captain Abrashi wird in der Verlängerung im Gesicht getroffen.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus
Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen