«Die Mannschaft ist labil»
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Sion-Coach Walker:«Die Mannschaft ist labil»

Wer wird neuer Sion-Trainer?
Die Tage von Walker im Wallis sind gezählt

Nach dem 2:6 gegen den FCZ dürfte Sion-Boss Constantin nicht an Trainer Marco Walker festhalten. Wie schnell findet er einen Nachfolger?
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2:6 verliert Marco Walker mit Sion im Letzigrund gegen den FCZ.
Foto: Andy Mueller/freshfocus
Alain Kunz

So krass können die Gegensätze eigentlich nur nach einem Final sein. Hier das siegreiche Team. Dort die geschlagenen Hunde, die verloren haben. Im Letzigrund findet kein Final statt, sondern das Spiel zum 125-Jahr-Jubiläum des Stadtklubs. Doch die Befindlichkeiten sind genau so.

Und so tanzt am Ende der FCZ durch eine Ehrenrunde mit ausschliesslich strahlenden Gesichtern. Wie jenes von Antonio Marchesano, dem alles überragenden Regisseur, der an drei Toren beteiligt ist – und vor allem: Er schiesst das 1000. Tor des FCZ in der Super-League-Geschichte. «Das habe ich auf dem Screen festgestellt. Es macht mich froh, dass ich in der Geschichte des FCZ bleibe.» Eigentlich unverständlich, dass der Tessiner nicht für die Nati aufgeboten wurde, so wie der derzeit spielt.

Ach ja, da ist auch noch Assan Ceesay, der die Kleinigkeit von vier Toren schiesst. Vier! «Ich bin überglücklich», sagt der Gambier auf SRF. «Wir mussten doch zum Jubiläum etwas Spezielles bieten.»

Walker: «Fussball ist Resultatsache»

Und da ist das Sorgenkind. Der FC Sion. Miserabler Beginn. Starke Reaktion. Zur Pause hätte man gar führen können. Dann wieder ein Katastrophenstart in die zweite Halbzeit. Wieder eine Reaktion. Nochmals führt dann der FCZ. Und am Ende der totale Zusammenbruch. Wie gehts nun weiter? Lassen wir die Protagonisten sprechen.

Trainer Marco Walker, der Angeschossene: «Ich setze mich nun in den Car. Dann fahren wir zurück ins Wallis. Fussball ist Resultatsache. Und die Resultate der beiden letzten Spiele waren schlecht. Den ganzen Resten entscheide nicht ich. Ich warte, was und ob da was kommt.»

Vizepräsident Gelson Fernandes, der Präsident Christian Constantin zum Zögern in Sachen Trainerwechsel bewogen hatte, auf Blue: «Wir haben nicht das Recht, am Ende so nachzulassen. Neun Gegentore in zwei Spielen – das ist viel zu viel! Der Trainer? Sicher ist: So kann es nicht weitergehen. Das ist aber nicht nur die Schuld des Staffs, sondern auch der Spieler. Wir haben dem FCZ ein Geburtsgeschenk gemacht, aber wir dürfen doch nicht Sparringpartner für andere Klubs sein.»

Macht Wicky den Job?

CC, der Heisssporn, der angekündigt hatte, nicht ans Spiel kommen zu wollen, es dann doch tat: «Bei Halbzeit dachte ich: Dieser Sonntag ist doch nicht ein verlorener. Und am Ende gibts dann eine Demütigung und eine Schande in einer totalen Unordnung. Wir akzeptieren das Schicksal. Wir haben keine Organisation. Damit kann ich nicht leben. Der Coach? Marcos Position ist nicht komfortabel. Fünfzig-fünfzig.»

Echt jetzt: Dabei hatte CC ihn doch am Montag nach dem 1:3 bei GC verbal zerstört. Und nun wird nochmals überdacht? Es würde erstaunen. Denn diesmal wird Gelson nicht mehr derart moderieren wie letzten Mittwoch. Die Tage von Walker sind gezählt. Und hängen bloss noch davon ab, wen CC als neuen Trainer findet. Also zum Beispiel von der Frage: Will Raphael Wicky den Job machen?

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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