Wer übernimmt bei GC?
Drei heisse Kandidaten und eine Wildcard auf dem Trainerkarussell

Die Grasshoppers müssen möglichst rasch einen neuen Cheftrainer präsentieren. Wenn sie nicht wollen, dass sie die dreiwöchige Nati-Pause ungenutzt verstreichen lassen. Ein Blick auf das Trainerkarussell.
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Florian RazReporter Fussball

Als ihn Blick vor dem Saisonstart auf Rang zwei der Trainerflugparade setzt, widerspricht Peter Zeidler (64) noch vehement. Er will in den neuen Besitzern der Grasshoppers keine Gefahr für seinen Job sehen. Im Gegenteil. Er sei die Wunschlösung der Bridge Football Group. Neun Spiele später sucht GC seinen neuen Wunschtrainer.

Mit Dries Boussatta (53) sitzt der sportliche Kopf der Gruppe in den Niederlanden. Trotzdem deutet derzeit einiges darauf hin, dass kein hierzulande unbekannter Holländer GC-Trainer wird.

Blick nennt die drei heissesten Kandidaten – und eine Wildcard.

Fabio Celestini (50)

Der Basler Double-Trainer soll weit oben auf der GC-Liste stehen. Seit seiner Entlassung bei ZSKA Moskau im Mai ist er wieder auf dem Markt. Es gab wiederkehrende Gerüchte um den Job bei Getafe – ohne dass etwas konkret geworden wäre.

Pro: Celestini kennt die Schweizer Liga. Er hat mit Basel und Luzern Titel gewonnen und damit bewiesen, dass er Erfolg haben kann.

Contra: Der Lausanner gilt als nicht eben pflegeleicht. Dass er während des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine in Moskau angeheuert hat, ist moralisch zumindest fragwürdig.

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Fabio Celestini hat in Basel das Double gewonnen. Stürzt er sich mit GC in den Abstiegskampf?
Foto: TIL BUERGY

Dalibor Stevanovic (41)

Der Slowene ist derzeit mit Stade Lausanne-Ouchy Leader der Challenge League. In der letzten Saison hat er den Grasshoppers eine brutal schmerzhafte Niederlage im Cup-Halbfinal zugefügt.

Pro: Stevanovic lässt mit Ouchy einen Pressingfussball spielen, der nicht nur intensiv ist, sondern auch funktioniert. In seiner Zeit als Profispieler in neun Ländern hat er viele Sprachen gelernt. Unter anderem Englisch, Französisch und Spanisch.

Contra: Ouchy ist sein erster Job als Cheftrainer. Deutsch gehört zu den schwächeren Sprachen in seinem Repertoire. Er müsste wohl aus dem Vertrag mit Ouchy herausgekauft werden.

Giorgio Contini (52)

Der Winterthurer war von 2021 bis 2023 schon einmal GC-Trainer. Am Ende entschied er von sich aus, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern. Er fühlte sich von den damaligen Klubbesitzern zu wenig unterstützt.

Pro: Er kennt Klub und Liga und war als Nati-Assistent wichtiger Teil der erfolgreichen Schweizer Euro-Kampagne 2024. In seiner letzten Saison als GC-Trainer spielte das Team bis am Ende um die Europacupplätze. Nach ihm folgten drei Barrage-Teilnahmen in Serie.

Contra: Offen ist, ob er nach seinen Erfahrungen mit den Chinesen von Fosun wieder mit einer ausländischen Gruppe arbeiten will. Ausserdem muss erst der noch laufende Vertrag mit YB aufgelöst werden.

«Der logische Zeidler-Nachfolger wäre Giorgio Contini»
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Der perfekte Moment?«Der logische Zeidler-Nachfolger wäre Giorgio Contini»

Ricardo Moniz (62)

Der Holländer war in der Schweiz zuletzt beim FC Zürich als Cheftrainer tätig. Derzeit steht er bei Trencin in der Slowakei unter Vertrag, soll dem Vernehmen nach aber Interesse an einer Rückkehr in die Schweiz haben.

Pro: Er war als Nachwuchs- und Techniktrainer bereits einmal bei GC und kann junge Spieler ausbilden. Gegen Ende seiner Amtszeit beim FCZ wirkte er schon fast als Ruhepol in einem äusserst unruhigen Klub.

Contra: Sein Start als FCZ-Trainer war wilder als wild – inklusive eines von einem Spielervater auf ihn geworfenen Regenschirms. Seine durchschnittliche Amtszeit dauert nicht aus Zufall bloss 9 Monate.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
9
20
25
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
9
13
19
3
FC Sion
FC Sion
9
9
19
4
FC Basel
FC Basel
9
0
13
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
9
-3
13
6
FC Luzern
FC Luzern
9
-1
12
7
FC Zürich
FC Zürich
9
-6
11
8
Servette FC
Servette FC
9
-2
10
9
FC Thun
FC Thun
9
-8
10
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
9
-11
8
11
FC Vaduz
FC Vaduz
9
-3
6
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
9
-8
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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