Was unter dem FCL-Interimsmann neu ist
Deshalb hat Chieffo Badstuber rasiert

Der FCL hat den Exploit im ersten Spiel unter Sandro Chieffo verpasst. Trotz 1:3-Pleite gegen Basel sieht der Luzerner Interimstrainer «viele gute Ansätze» – nach ersten harten Personalentscheidungen.
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Holger Badstuber sitzt erstmals in dieser Saison 90 Liga-Minuten auf der Bank.
Foto: keystone-sda.ch
Marco Pescio

Der Blick aufs Matchblatt überrascht! FCL-Interimscoach Sandro Chieffo (42) setzt bei seinem Super-League-Debüt gleich den früheren Bayern-Star Holger Badstuber auf die Bank. Der Deutsche, der zuvor unter Fabio Celestini bis auf einen krankheitsbedingten Ausfall in jeder Liga-Partie zum Einsatz kam, sitzt erstmals 90 Minuten draussen.

An seiner Stelle spielt in der Innenverteidigung David Domgjoni, der seinerseits erst 106 Super-League-Minuten in vier Spielen in den Beinen hatte. Auch Eigengewächs Silvan Sidler, der einer der Lichtblicke im dunklen FCL-Herbst war, fliegt aus der Startelf. Chieffo beordert den wieder fitten Ex-Salzburger Patrick Farkas auf die Rechtsverteidiger-Position. Zudem gibt er Varol Tasar eine Chance (für den gesperrten Ibrahima Ndiaye). Der Mittelfeldspieler hatte es unter Celestini schwer, war oft nur Joker.

Chieffo greift in den ersten vier Tagen nach seiner Übernahme direkt durch! «Ich musste mir ziemlich schnell einen Eindruck verschaffen – und ebenso schnell Entscheidungen treffen. Die Startelf, die gegen Basel auflief, war jene, die mir das beste Gefühl gab.»

Die Badstuber-Ausbootung sei kein Votum gegen den Routinier gewesen, sondern eines für Domgjoni. Gleich würde es sich bei Farkas verhalten: «Die Wechsel waren vielleicht etwas ungewohnt. Aber ich finde, beide haben einen sensationellen Job gemacht.»

«Guter Spirit in der Mannschaft»

Chieffo spricht überhaupt von «guten Ansätzen», die er im Spiel gegen Basel gesehen habe. Lob erhält sein Team für die erste Hälfte, in der die Luzerner phasenweise gar besser als der FCB waren, aber zahlreiche Chancen – zweimal auch Badstuber-Ersatz Domgjoni – liegen liessen. Tadel gibts für Hälfte zwei. Für die raschen, einfachen Gegentore nach der Pause. «Da haben wir zu wenig konsequent verteidigt, das müssen wir analysieren und künftig besser machen», so Chieffo.

Am kommenden Sonntag gehts ausgerechnet nach Zürich zum Leader FCZ. Chieffo bleibt zuversichtlich: «Wir machen weiter. Ich habe eine Mannschaft erlebt, die einen guten Spirit an den Tag gelegt hat. Dieses Team hat den Willen!» Nur: Punkte fährt es viel zu wenig ein. Das hat sich im Vergleich zur Celestini-Zeit noch nicht geändert.

Xhaka: «Brauchen keine Angst vor Zürich zu haben»
1:51
Die Stimmen von Luzern – Basel:Xhaka: «Brauchen keine Angst vor Zürich zu haben»
Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
23
24
52
2
FC Lugano
FC Lugano
23
11
41
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
22
14
39
4
FC Basel
FC Basel
23
9
39
5
FC Sion
FC Sion
23
6
34
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
23
-2
33
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
23
2
29
8
Servette FC
Servette FC
23
-7
25
9
FC Zürich
FC Zürich
23
-12
25
10
FC Luzern
FC Luzern
23
-3
24
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
23
-11
20
12
FC Winterthur
FC Winterthur
22
-31
14
Meisterschaftsrunde
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