Was läuft denn da?
Der FC Arbeitslos holt Spieler aus dem Ausland

Das Camp der Gewerkschaft SAFP für Spieler auf Klubsuche ist seit Jahrzehnten etabliert. Aber jetzt gibt es Irritationen um die Kaderliste, es sind Akteure ohne Schweizer Bezug dabei. SAFP-Trainer Joao Paiva klärt auf.
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Seit vielen Jahren eine Institution: Das Team der Spielergewerkschaft SAFP für vereinslose Spieler (Bild von einem Training im Jahr 2003).
Foto: THO
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Das Projekt existiert schon seit Jahrzehnten. Und es funktioniert: Die Schweizer Spielergewerkschaft SAFP (Swiss Association of Football Players) bietet jeden Sommer arbeitslosen Spielern ein Trainingscamp und Einsatzmöglichkeiten an.

SAFP-Trainer ist Ex-GC- und Luzern-Stürmer Joao Paiva (40), der das Wort «arbeitslos» am liebsten umdribbelt: «Arbeitslos ist nicht die beste Referenz für die Situation der Spieler. Sie sind ablösefrei und auf der Suche nach einem neuen Verein.»

Vor allem die Testspiele sind prima Plattformen, um sich für einen neuen Arbeitgeber zu empfehlen. Deshalb tritt das SAFP-Team zu möglichst vielen Partien an. Seit letzten Samstag tritt die Arbeitslosen-Elf gegen Bellinzona, GC, Aarau und am Samstag noch beim St. Galler Promotion-League-Verein SC Brühl an.

Kaderspieler ohne Bezug zum Schweizer Fussball

Doch selbst Schweizer Fussballinsider kommen ins Grübeln, wenn sie die Kaderliste sehen. Neben den Namen von Weltenbummler Karim Rossi (29), Ex-FCL-Talent Lino Lang (23), Ex-FCZ-Cupsieger Sangone Sarr (31) oder Ex-GC-Junior Amel Rustemoski (23) sind Spieler dabei, die überhaupt keinen Bezug zum Schweizer Fussball haben. Die also weder Schweizer sind, noch in der Schweiz ausgebildet wurden, noch jemals hier gespielt haben.

Obwohl gemäss Paiva über 50 Spieler angemeldet seien, figurieren hierzulande unbekannte Kicker wie Ex-Bayern-Junior Enrico Schubert (20), der Italiener Ivo Rossi (19), der Italo-Senegalese Lo Papy (24) und der Kanada-Bosnier Adam Huskic (23) im Kader.

Schnappen diese extra geholten Ausländer den Schweizern die Plattform weg, sich zu empfehlen? Trainer Paiva wehrt sich und sagt: «Generell haben wir zu 85 bis 90 Prozent Spieler, die aus der Schweiz kommen oder hier aufgewachsen sind. Die Mitglieder der Gewerkschaft haben Vorrang. Aber die SAFP ist der Vertreter der FIFPro (weltweite Gewerkschaft, d.Red.) in der Schweiz. Wenn also einige ausländische Spieler in der Schweiz sind und teilnehmen möchten, können sie dies tun.»

Zu wenig vereinslose Innenverteidiger

Der Ex-Profi betont, dass Spieler aus der Super und Challenge League immer Vorrang hätten. Doch es stünden momentan vor allem keine Innenverteidiger zur Auswahl. «Drei der Ausländer sind Innenverteidiger.» Und der deutsche Stürmer Schubert arbeite wie die SAFP selbst für Mentaltrainings mit der Schweizer Firma Football Leverage zusammen.

Die SAFP-Auswahl ist aber sowieso sehr volatil – es springen immer wieder Spieler ab, was ja die Idee ist: So verabschiedet sich diese Woche Alexandre Pasche (32) mit seiner Referenz von 366 Super- und Challenge-League-Spielen zum Aufsteiger FC Baden.

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38
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3
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17
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4
FC Sion
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23
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6
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BSC Young Boys
38
11
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Mannschaft
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-23
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5
Grasshopper Club Zürich
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