Darum gehts
- FC Thun spielt Champions-League-Quali gegen Dinamo Zagreb im Visana Stadion
- Trainer Gian-Luca Privitelli debütiert, setzt auf partizipative Führung
- Ausverkauft: 1000 kroatische Fans, Dion Beljo mit 38 Toren im Fokus
Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen absolviert der FC Thun sein Abschlusstraining. Der Sensationsmeister bestreitet am Dienstagabend das Quali-Hinspiel in der Champions League gegen den kroatischen Rekordmeister Dinamo Zagreb. Die Stimmung ist gelöst, aber fokussiert, die Spieler zeigen Einsatz – sehr zur Zufriedenheit des Trainers.
Dieser ist auf diese Saison hin neu: Gian-Luca Privitelli hat das Amt von Mauro Lustrinelli übernommen. Zum ersten Mal ist der 48-Jährige Cheftrainer einer ersten Mannschaft. An der Pressekonferenz vor dem Spiel sind mehrere Fernsehkameras auf ihn gerichtet. Anders als bei internationalen Spielen üblich, beantwortet Privitelli die erste Frage auf Schweizerdeutsch. «Oh Pardon! Gleich ein schlechter Start», entschuldigt sich Privitelli und sorgt für einen Lacher.
Klare Spielidee
Danach wird der Thun-Trainer aber ernst. Vor seinem Debüt sagt er: «Ich durfte von dieser familiären Atmosphäre und meinem Staff enorm profitieren. Ich habe gemerkt, dass die Spieler zwar Meister sind, aber noch immer mehr wissen und lernen wollen.»
Er habe auch versucht, neue Dinge mit einzubringen: «Meine Art zu führen, ist etwas partizipativer. Die Spieler und der Staff haben mehr Mitspracherecht.» Auch spielerisch hat Privitelli eine klare Vorstellung: «Wir haben den Fokus auf das Brechen der ersten Pressinglinie gelegt. Ich sehe da viel Neugier, und dass die Spieler besser werden wollen.»
Ausverkauftes Haus
Spielerische Lösungen müssen die Thuner am Dienstag auf dem Platz finden. Zagreb ist gespickt mit talentierten Spielern und hat mit Dion Beljo (24, 38 Tore in der letzten Saison) einen waschechten Knipser. Das weiss auch Captain Marco Bürki: «Wir haben uns natürlich schon Szenen angeschaut. Er ist ein grosser Spieler, aber wir haben auch unsere Mittel. Wir wissen, welcher sein starker und welcher sein schwacher Fuss ist.»
Das Visana Stadion ist ausverkauft, aus Kroatien werden rund 1000 Fans erwartet. Nervosität verspürt Bürki keine: «Es ist eine ganz grosse Vorfreude. Klar sind wir angespannt, aber wir haben uns das erarbeitet und können nur gewinnen.»
Ähnlich sieht das bei seinem Coach aus. «Bis heute habe ich sehr gut geschlafen. Jetzt werde ich noch die letzten Dinge mit meinem Staff besprechen und dann ist ein gemütlicher Abend mit meinen Kindern angesagt», so Privitelli. Der Thun-Trainer stellt die Ambitionen der Berner Oberländer aber klar: «Wir sind überzeugt, dass wir eine gute Rolle spielen und gewinnen können.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Basel | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Lugano | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Luzern | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Sion | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC St. Gallen | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Thun | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Vaduz | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Zürich | 0 | 0 | 0 | |
1 | Grasshopper Club Zürich | 0 | 0 | 0 | |
1 | FC Lausanne-Sport | 0 | 0 | 0 | |
1 | Servette FC | 0 | 0 | 0 | |
1 | BSC Young Boys | 0 | 0 | 0 |


