Aus dem Schlafsack zum Gala-Auftritt
Görtler machte sich im Schnee heiss auf Basel!

Beim 2:2 gegen den FCB ist St.Gallens Captain Lukas Görtler der überragende Mann. Wie er sich den Extra-Kick holte. Und was ein alter Weggefährte zu berichten weiss.
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Mentalitätsspieler: Lukas Görtler.
Foto: Freshfocus
Stefan Kreis

Wer mal Bayern-Spieler war, wer unter dem grossen Pep Guardiola einen Profi-Einsatz hatte, der könnte sein halbes Leben lang davon erzählen – und würde trotzdem nicht als Bluffsack gelten.

Lukas Görtler war beim FC Bayern. Und er hat unter Pep Guardiola ein Pflichtspiel absolviert. An die grosse Glocke hat er das trotzdem nie gehängt. Auch damals nicht, als er vom Rekordmeister zum 1. FC Kaiserslautern ging. «Er hat in keinster Weise mit seiner Bayern-Zeit kokettiert», sagt Konrad Fünfstück, sein damaliger Trainer. Görtler sei viel zu bodenständig, um mit solchen Dingen anzugeben.

«Lukas war sich für nichts zu schade»

Als Spieler habe er den damals 21-Jährigen so erlebt, wie die Schweiz ihn heute Woche für Woche beim FC St. Gallen zu sehen bekommt: Als Mentalitätsspieler. «Lukas war sich für nichts zu schade, ist keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen», sagt Fünfstück.

Attribute, aus denen Publikumslieblinge geschnitzt werden. In St.Gallen nennen sie Görtler Fussballgott. Für Fünfstück nur logisch: «Die Menschen haben ein feines Gespür. Lukas ist nicht der typische Wappenküsser. Er liefert ehrliche Arbeit ab, lebt seinen Beruf.»

Neben dem Platz sei der Oberfranke die Bodenständigkeit in Person. Vor dem 2:2 gegen den FC Basel übernachtet Görtler im Freien, auf Instagram postet der Mittelfeldspieler ein Foto, wie er im Schlafsack in einem kleinen Holzverschlag liegt. «Eine solche Aktion überrascht mich nicht», sagt Fünfstück. «Lukas ist für solch besondere Dinge prädestiniert. Er macht sich Gedanken, das war keine Jux-Idee. Er ist reflektiert. Und er macht solche Dinge für sich und nicht für die Medien.»

Görtler gegen Basel überragend

Tage nach seinem Ausflug in den Schnee ist Görtler beim 2:2 gegen den FCB der überragende Mann auf dem Feld, legt beide Tore seiner St.Galler auf, verliert fast keinen Zweikampf.

Eine Leistung, die auch Fünfstück mitbekommen hat. Der trainiert mittlerweile zwar die Regionalliga-Mannschaft des SV Werder Bremen, ist seit seiner Zeit beim FC Wil aber eng mit der Schweiz verbunden.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
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11
25
31
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
11
17
25
3
FC Sion
FC Sion
12
7
23
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
12
-3
19
5
FC Zürich
FC Zürich
11
-3
17
6
Servette FC
Servette FC
12
1
16
7
FC Basel
FC Basel
11
-3
14
8
FC Luzern
FC Luzern
12
-6
13
9
FC Vaduz
FC Vaduz
12
-1
10
10
FC Thun
FC Thun
11
-11
10
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
12
-13
10
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
11
-10
6
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