Ultras planen nächste Umgehung der Sanktionen
Tanzen die FCZ-Fans den Behörden wieder auf der Nase rum?

Trotz verhängter Sperre werden die FCZ-Fans aus der Südkurve am kommenden Wochenende im Stadion vertreten sein. Vorab besammeln sie sich unter dem Motto «Kaskadenmarathon» in der Zürcher Innenstadt – und könnten dort dem Zürich-Marathon in die Quere kommen.
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Die Zürcher Südkurve wird – wie hier bereits Ende Januar – am kommenden Sonntag leer bleiben.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Am kommenden Sonntag empfängt der FCZ im Letzigrund den FC St. Gallen. Da nicht mit dabei? Die Zürcher Südkurve – zumindest offiziell. Nach Auseinandersetzungen zwischen der Genfer Polizei und einigen Anhängern der Zürcher griff das Sicherheitsdepartement durch und verhängte eine Sperre für die ganze Südkurve.

Doch die nun eigentlich Ausgesperrten werden am Sonntag voraussichtlich trotzdem im Stadion sein, decken sich aktuell mit Tickets für einen anderen Sektor ein, wie sie auf der eigenen Webseite bekannt geben. Dies ist derzeit auch noch erlaubt. Erst ab der kommenden Saison und mit der Einführung des Kaskadenmodells soll bei Schritt 3 und folgenden Kurvensperren auch gleich der Ticketverkauf gestoppt werden.

Fans könnten dem Zürich-Marathon in die Quere kommen

Damit nicht genug. «Karin Rykart (Zürcher Sicherheitsvorsteherin, Anm. d. Red.) will uns nicht in unserem Stadion, dann gehen wir halt in unsere Innenstadt», schreibt die Kurve weiter – und ruft für Sonntagmittag zum gemeinsamen Einstimmen auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs auf. Interessant ist dies deshalb, weil am Sonntag genau dort auch die Strecke des Zürich-Marathons durchführt und die Fans so einander in die Quere kommen könnten.

Ein Zufall ist das nicht: Das gemeinsame Einstimmen wird unter dem Motto «Kaskadenmarathon» beworben. Der FCZ, der sich in der Vergangenheit bereits mehrmals kritisch zu Kollektivstrafen geäussert hatte, will sich zum Aufruf nicht gross äussern. «Wir sind nur für die Sicherheit im Stadion zuständig», meldet er auf Anfrage.

Stadtpolizei verrechnet dem FCZ den Einsatz

Grösseres Interesse am «Zeichen gegen den Repressionsirrsin der KKJPD» hat hingegen die Stadtpolizei Zürich. «Wir stehen betreffend Aufruf und Vorhaben der Fans auch im Kontakt mit dem Sicherheitsverantwortlichen des FC Zürich. Aus taktischen Gründen machen wir keine Detailangaben zu Aufgebot und Vorgehen», gibt sie auf Anfrage bekannt.

Zu Fragen, wie die Stadtpolizei zur vom Sicherheitsdepartement veranlassten Kurvensperre und dem damit verbundenen Mehraufwand steht, wollte man kein Statement abgeben. Klar ist aber: Dieser wird dem FCZ in Rechnung gestellt. «Selbstverständlich verrechnet die Stadtpolizei Zürich ihre Aufwände, gemäss der geltenden Vereinbarung, dem FC Zürich», schreibt die Medienstelle weiter.

«Die Basis soll immer der Dialog mit den Fans sein»
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Co-Präsidentin der KKJPD:«Die Basis soll immer der Dialog mit den Fans sein»
Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
30
38
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
30
23
55
3
FC Lugano
FC Lugano
30
10
50
4
FC Basel
FC Basel
30
6
49
5
FC Sion
FC Sion
30
9
45
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
5
45
7
FC Luzern
FC Luzern
30
2
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
-4
36
9
Servette FC
Servette FC
30
-8
33
10
FC Zürich
FC Zürich
30
-17
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-18
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-46
19
Meisterschaftsrunde
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