Twitter-User empört
Servette tritt mit Porno-Bild ins Fettnäpfchen

Genf-Servette spielt in der Super League im eigenen Stadion meist nur vor spärlich besetzten Rängen. Nun setzt der Verein auf eine neue Masche, um Zuschauer ins Stadion zu locken.
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Servette leidet unter dem Zuschauer-Mangel. Im Schnitt besuchten in der bisherigen Saison nur rund 7000 Fussballbegeisterte Heimspiele im Stade de Genève. Das sind zu wenig, sagt sich der Verein – und greift zu einer gewagten Massnahme, um den Ticket-Verkauf anzukurbeln.

Ganz nach dem Motto «sex sells» preist Servette den Vorverkauf für das Spiel gegen YB auf Twitter mit einem Screenshot eines Pornhub-Videos an. Das Bild zeigt den nackten Hintern einer leicht bekleideten Frau, die in hohen Absatzschuhen eine Treppe hochsteigt.

Das Video ist im Rahmen der Erotikmesse 2016 im Stade de Genève entstanden. Aus diesem Grund ist im Hintergrund auch das Klub-Logo von Servette zu erkennen. Die Romands nutzen dies zu ihrem Vorteil. Und es scheint zu funktionieren. Der Tweet hat bereits 142 Retweets und 176 Likes.

Servette entschuldigt sich

Viele zeigen sich ab der Aktion des Vereins empört. Servette-Mediensprecher Loic Luscher rechtfertigt sich gegenüber BLICK: «Es geht hier nicht um Sexismus. Es hätte auch ein Mann oder sonst was auf dem Foto sein können.»

Das Bild sei ihnen heute Morgen von etlichen Leuten zugeschickt worden. «Wir wollten uns nicht dafür schämen, sondern darüber lachen», so Luscher. Nach dem Shitstorm, der über Servette auf Twitter hereinzieht, entschuldigt sich der Verein trotzdem: «Wir entschuldigen uns bei den Personen, die wir damit verletzt haben.»

Die Young Boys können sich einen Kommentar zum Schmuddel-Bild ebenfalls nicht verkneifen. «Wir haben oft diesen Effekt …», antwortet der Meister.

Fakt ist: Servette hat für das Spiel gegen YB schon 7300 Tickets verkauft. Damit ist man also bereits über dem Saisonschnitt. Gemäss Luscher sei dies aber nicht die unmittelbare Folge des getweeteten Porno-Bildes. (jk/dad)

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
19
5
33
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
19
0
29
6
FC Sion
FC Sion
18
4
27
7
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
8
FC Luzern
FC Luzern
19
0
21
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
18
0
21
10
Servette FC
Servette FC
18
-6
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
18
-27
10
Meisterschaftsrunde
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